Fellwechsel bei Pferden
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Fellwechsel beim Pferd – Haarwechsel verstehen, gezielt unterstützen
Was ist der Fellwechsel beim Pferd?
Definition & Ablauf
Der Fellwechsel – auch Haarwechsel oder Mausern genannt – ist ein natürlicher, saisonaler Prozess, bei dem das alte Fell abgestoßen und durch ein neues ersetzt wird. Pferde durchlaufen diesen Wechsel zweimal im Jahr: im Frühjahr (März bis Mai), wenn das dichte Winterfell durch das kürzere, glänzende Sommerfell ersetzt wird, und im Herbst (September bis November), wenn das Sommerfell dem Winterfell weicht.
Der Fellwechsel wird primär durch die Tageslichtlänge gesteuert – nicht durch Temperatur. Über die Netzhaut des Auges nimmt das Pferd die veränderte Lichtmenge wahr, was über die Zirbeldrüse die Melatoninausschüttung beeinflusst und damit den Haarwechsel auslöst.
Unterschied: normaler Fellwechsel vs. gestörter Fellwechsel
Ein normaler Fellwechsel verläuft innerhalb von vier bis sechs Wochen und hinterlässt ein gleichmäßiges, glänzendes Fell. Ein gestörter Fellwechsel ist verzögert, unvollständig, fleckig oder bleibt ganz aus. Besonders bei älteren Pferden ist ein ausbleibender Fellwechsel ein klassisches Zeichen für PPID (Cushing-Syndrom) und erfordert tierärztliche Abklärung.
Kurz erklärt: Warum der Fellwechsel den Körper belastet
Während des Fellwechsels verbraucht der Körper erhebliche Mengen an Nährstoffen für die Produktion neuer Haare – besonders Zink, Biotin, Kupfer und Aminosäuren. Gleichzeitig ist das Immunsystem stärker gefordert. Viele Pferde zeigen in dieser Phase eine reduzierte Leistungsbereitschaft, stumpfes Fell oder eine erhöhte Infektanfälligkeit.
Warum ist die richtige Fütterung beim Fellwechsel so wichtig?
Ein reibungsloser, schneller Fellwechsel mit qualitativ hochwertigem neuem Fell hängt direkt von der Nährstoffversorgung ab. Eine gezielte Ergänzung in der Wechselphase kann den Prozess beschleunigen und das neue Fell von Anfang an in optimaler Qualität aufbauen.
- Haarproduktion unterstützen: Zink, Biotin und Methionin als Keratin-Bausteine
- Fellglanz fördern: Omega-3-Fettsäuren geben dem neuen Fell natürlichen Glanz
- Pigmentierung verbessern: Kupfer ist unverzichtbar für die Melaninproduktion
- Immunsystem stärken: Vitamin E und Selen in der belastenden Wechselphase
- Energie bereitstellen: Erhöhter Nährstoffbedarf in der Übergangszeit
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber
Ein schneller, reibungsloser Fellwechsel bedeutet weniger Aufwand beim Putzen, weniger Verlust der Leistungsbereitschaft und ein gepflegtes Erscheinungsbild der Pferde.
Vorteile einer fellwechselunterstützenden Fütterung auf einen Blick
- Beschleunigung des Fellwechsels durch optimale Nährstoffversorgung
- Qualitativ hochwertiges, glänzendes neues Fell von Beginn an
- Unterstützung der natürlichen Pigmentierung durch Kupfer
- Stärkung des Immunsystems in der belastenden Übergangsphase
- Reduktion von Stumpfheit und Schuppenbildung nach dem Wechsel
Welche Arten von Fellwechselproblemen gibt es?
Verzögerter Fellwechsel
Das Winterfell wird erst sehr spät oder nur teilweise abgestoßen. Häufige Ursachen: Nährstoffmangel, PPID bei älteren Pferden, chronischer Stress oder Erkrankungen. Immer tierärztliche Abklärung bei stark verzögertem Fellwechsel.
Unvollständiger oder fleckiger Fellwechsel
Das Fell wechselt ungleichmäßig – manche Stellen behalten länger das alte Fell. Oft ein Hinweis auf Nährstoffmangel oder lokale Durchblutungsprobleme.
Ausbleibender Fellwechsel
Das klassische PPID-Symptom: Das Fell wechselt gar nicht oder kaum – das Pferd behält auch im Sommer ein langes, oft lockiges Fell. Sofortige tierärztliche Abklärung notwendig.
Stumpfes, glanzloses neues Fell nach dem Wechsel
Das neue Fell ist dürr, stumpf oder brüchig – typisches Zeichen für Omega-3-Mangel oder allgemeine Unterversorgung.
Welche Inhaltsstoffe sind beim Fellwechsel besonders wertvoll?
- Zink: Unverzichtbar für die Haarproduktion und -struktur – ein Mangel äußert sich direkt in schlechter Fellqualität
- Biotin: Fördert die Qualität der Haare und die Hautgesundheit als Basis
- Kupfer: Unverzichtbar für die Melaninsynthese – sorgt für eine satte, natürliche Fellfarbe
- Methionin: Schwefelhaltige Aminosäure als Keratin-Baustein
- Omega-3-Fettsäuren (Leinöl): Geben dem neuen Fell natürlichen Glanz und Geschmeidigkeit – gut untersuchte Versorgungskomponente
- Vitamin E & Selen: Stärken das Immunsystem in der Übergangsphase
- B-Vitamine: Unterstützen den Stoffwechsel und die Zellerneuerung
- Hochwertiges Protein: Aminosäuren als Grundbausteine der Haarstruktur
Wie erkenne ich einen gestörten Fellwechsel?
- Fellwechsel beginnt deutlich später als bei anderen Pferden im Bestand
- Alte Fellbüschel bleiben ungewöhnlich lange hängen
- Fleckiges Fell – manche Körperstellen wechseln, andere nicht
- Das neue Fell ist stumpf, brüchig oder glanzlos
- Bei PPID: Das Fell bleibt dauerhaft lang und wird lockig-wellig
Was sollte ich beim Kauf von Fellwechselpräparaten beachten?
- Zink & Kupfer kombiniert: Für Haarstruktur und Fellfarbe gleichermaßen wichtig
- Omega-3-Quellen: Leinöl als einfachster und wirksamster erster Schritt für Fellglanz
- Biotin als Begleitnährstoff: Für Haut und Haarwurzeln
- Rechtzeitig beginnen: Idealerweise 4–6 Wochen vor dem erwarteten Fellwechsel mit der Supplementierung starten
- Vollständige Deklaration: Transparente Angabe aller Wirkstoffe
Pflege & Management beim Fellwechsel
Regelmäßiges, gründliches Striegeln während des Fellwechsels löst totes Fell, stimuliert die Durchblutung der Haut und fördert den Wachstumsprozess des neuen Fells. Ein Metallkamm oder ein Fellwechselhandschuh sind dabei besonders effektiv. Ausreichend Bewegung fördert die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln. Scheren im Frühjahr kann bei sehr starker Fellwechsel-Reaktion kurzfristig Erleichterung schaffen.
Kaufberatung: Die richtigen Produkte für den Fellwechsel
Nach Preis
Einstieg & Basis: Leinöl und ein Zink-Kupfer-Präparat – einfach, günstig und direkt wirksam für Glanz und Fellfarbe.
Mittelklasse: Speziell entwickelte Fellwechselpräparate mit Zink, Kupfer, Biotin, Methionin und Omega-3 für eine umfassende Unterstützung.
Profi- & Premiumlösungen: Hochwertige Kombipräparate mit abgestimmten Aminosäureprofilen und Antioxidantien für Pferde mit besonders intensivem oder gestörtem Fellwechsel.
Nach Marke
STRÖH bietet Fellpflegeprodukte von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration und praxiserprobten Rezepturen.
Nach Kategorie
Bestseller: Bewährte Leinölprodukte und Zink-Kupfer-Präparate für den Fellwechsel
Neuheiten: Innovative Fellwechselpräparate mit modernen Wirkstoffkombinationen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Pferde mit verzögertem Fellwechsel, dunkle Pferde mit Kupfermangel und Senioren
Häufige Fragen (FAQ) zum Fellwechsel beim Pferd
Wann beginnt der Fellwechsel beim Pferd?
Der Frühjahrs-Fellwechsel beginnt in der Regel Mitte Februar bis März, wenn die Tageslichtlänge zunimmt. Der Herbst-Fellwechsel setzt ab August bis September ein. Der genaue Zeitpunkt variiert je nach Rasse, Haltung und individuellem Pferd.
Warum wechselt mein Pferd später als andere im Bestand?
Nährstoffmangel, chronischer Stress, mangelnde Tageslichtexposition (dauerhafter Innenaufenthalt) oder Erkrankungen können den Fellwechsel verzögern. Bei älteren Pferden immer auf PPID testen lassen.
Hilft Leinöl wirklich für ein glänzendes Fell?
Ja – Leinöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren, die nachweislich die Hautgesundheit und damit die Fellqualität verbessern. Regelmäßig über das Futter gegeben, ist Leinöl eine der wirksamsten und einfachsten Maßnahmen für ein glänzendes Fell nach dem Wechsel.
Kann ich meinem Pferd schon vor dem Fellwechsel Fellpräparate geben?
Ja – idealerweise 4–6 Wochen vor dem erwarteten Fellwechsel starten. So sind die Nährstoffspeicher gut gefüllt, wenn der Körper sie für die intensive Haarproduktion braucht.
Muss ich beim Fellwechsel mehr füttern?
Nicht unbedingt mehr – aber gezielter. Der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen steigt während des Fellwechsels an. Eine gezielte Supplementierung mit Zink, Kupfer, Biotin und Omega-3 ist sinnvoller als eine generelle Mengensteigerung.
Infothek & Ratgeber
- Fellwechsel beim Pferd: Wie er funktioniert und was ihn stört
- Omega-3 für Fell und Haut: Was Leinöl wirklich leistet
- Kupfer und Fellfarbe: Warum dunkle Pferde besonders profitieren
- PPID und Fellwechsel: Warum ausbleibender Fellwechsel ein Warnsignal ist
- Fachartikel & Studien: Aktuelle Erkenntnisse zu Fellwechsel und Nährstoffversorgung
Service & Beratung
Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung für einen reibungslosen Fellwechsel.
- Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Auswahl von Fellwechselpräparaten
- Ergänzungsmittel & Zubehör: Alles rund um Fellgesundheit und Fellwechsel
- Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Viele Pferdehalter berichten, wie sich der Fellwechsel ihrer Pferde durch eine gezielte Supplementierung mit Leinöl, Zink und Kupfer deutlich beschleunigt und das neue Fell sichtbar glänzender geworden ist. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.
Sicherheitshinweis: Ein ausbleibender oder stark verzögerter Fellwechsel – besonders bei älteren Pferden – muss tierärztlich auf PPID abgeklärt werden. STRÖH-Produkte unterstützen den Fellwechsel gezielt – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.





