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Mauke beim Pferd – Fesselekzem verstehen und gezielt behandeln
Was ist Mauke beim Pferd?
Definition & Erscheinungsformen
Mauke – medizinisch als Dermatitis der Fesselbeuge oder Fesselekzem bezeichnet – ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die den Bereich der Fesselbeuge und des Kötentals betrifft. Sie äußert sich in Rötungen, Krustenbildung, Haarlosigkeit, nässenden Wunden, Schwellungen und in chronischen Fällen in einer Verdickung und Verhärtung der Haut (sogenanntes „trockenes Ekzem" oder Hyperkeratose).
Man unterscheidet klassisch zwei Hauptformen: die feuchte Mauke (Dermatitis madidans) – mit nässenden, exsudativen Wunden, oft schmerzhaft und stark entzündlich – und die trockene Mauke (Dermatitis sicca) – mit verdickter, schuppiger, hyperkeratotischer Haut ohne Nässe. Beide Formen können ineinander übergehen und sind oft von bakteriellen Sekundärinfektionen begleitet.
Unterschied: Mauke vs. Räude vs. Pilzinfektion
Mauke ist eine entzündliche Hautreaktion, die durch mechanische, feuchtigkeitsbedingte und mikrobiologische Faktoren zusammen verursacht wird. Chorioptes-Räude (Milbenbefall) betrifft ebenfalls die Fesselbeuge, ist aber primär durch Milbenbesiedlung verursacht und zeigt charakteristischen intensiven Juckreiz. Dermatophytose (Hautpilz) kann ähnlich aussehen, wird aber durch Pilzerreger verursacht. Eine klare Differenzierung ist für die Behandlung wichtig – bei Unsicherheit Abstrich und tierärztliche Untersuchung.
Kurz erklärt: Warum die Fesselbeuge so anfällig ist
Die Fesselbeuge ist anatomisch eine feuchte, schlecht belüftete Zone, die mechanischem Druck, Reibung, Nässe und Schmutz besonders stark ausgesetzt ist. Pferde mit starkem Fesselschmuck (Feathern) – besonders Kaltblüter, Friesen und ähnliche Rassen – haben ein deutlich erhöhtes Risiko, da der Behang Feuchtigkeit hält, den Luftaustausch verhindert und Milben- oder Bakterienbesiedelung begünstigt.
Warum sind Fütterung und innere Unterstützung bei Mauke wichtig?
Mauke ist primär ein Haltungs- und Hygieneproblem, aber eine optimierte innere Versorgung kann die Hautbarriere stärken, die Wundheilung beschleunigen und das Immunsystem unterstützen – und damit Schwere und Häufigkeit von Mauke-Episoden reduzieren.
- Hautbarriere stärken: Zink und Biotin für eine intakte, widerstandsfähige Hornschicht
- Wundheilung fördern: Zink, Aminosäuren und Vitamin C für eine rasche Gewebereparatur
- Entzündungsreaktion modulieren: Omega-3-Fettsäuren bei chronisch entzündlicher Mauke
- Immunsystem stärken: Vitamin E und Selen für eine robuste Abwehr gegen bakterielle Sekundärinfektionen
- Darmgesundheit als Basis: Eine gesunde Darmflora ist Grundlage eines ausgereiften Immunsystems – relevant bei Pferden mit wiederkehrenden Infektionen
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber
Mauke-Pferde erfordern intensivere Pflege, häufigere tierärztliche Behandlungen und können in schweren Fällen nicht geritten werden. Eine gezielte innere Unterstützung reduziert langfristig Häufigkeit und Schwere der Episoden.
Vorteile einer gezielten Fütterungsunterstützung bei Mauke auf einen Blick
- Stärkere Hautbarriere als Schutz vor Feuchtigkeits- und Erregereindringen
- Schnellere Wundheilung durch optimale Zink- und Aminosäureversorgung
- Reduzierte Entzündungsintensität durch Omega-3-Versorgung
- Weniger Sekundärinfektionen durch gut versorgtes Immunsystem
- Langfristige Stabilisierung des Hautbilds in der Fesselbeuge
Welche Arten von Mauke gibt es?
Feuchte Mauke (Dermatitis madidans)
Nässende, exsudative Wunden mit Krustenbildung, oft intensiv schmerzhaft. Häufig begleitet von Staphylokokken-Infektion. Erfordert konsequente Reinigung, Trockenhaltung und ggf. antibiotische Behandlung.
Trockene Mauke (Dermatitis sicca / Hyperkeratose)
Verdickte, schuppige, verhärtete Haut – weniger akut, aber chronisch und schwer zu behandeln. Häufig bei Kaltblütern mit starkem Feathern. Die Verdickung macht lokale Behandlungen schwieriger.
Proliferative Mauke / Chronische Mauke
Starke Gewebewucherungen in der Fesselbeuge, oft mit tiefen Taschen, die Erreger beherbergen. Schwer therapierbar, operativer Eingriff manchmal notwendig.
Milbenbedingte Mauke (Chorioptes equi)
Primär durch Milbenbesiedlung verursacht – intensiver Juckreiz, Stampfen, Schütteln der Hinterbeine. Behandlung erfordert Milbenpräparate (topisch oder systemisch). Differenzierung von klassischer Mauke wichtig.
Welche Inhaltsstoffe sind bei Mauke besonders wichtig?
- Zink: Essenziell für Wundheilung, Hautbarriere und Immunfunktion – der wichtigste Nährstoff bei Hautproblemen der Fesselbeuge
- Biotin: Stabilisiert die Barrierefunktion der Haut und reduziert Feuchtigkeitsverlust
- Omega-3-Fettsäuren (Leinöl): Modulieren entzündliche Hautreaktionen, unterstützen die Hautfeuchtigkeit
- Vitamin E & Selen: Antioxidativer Schutz, Immununterstützung gegen Sekundärinfektionen
- Aminosäuren (Lysin, Methionin): Für die Gewebereparatur und Kollagensynthese in der Wundheilung
- Probiotika: Für ein robustes Immunsystem als Infektionsschutz
Wie erkenne ich Mauke bei meinem Pferd?
- Rötungen und Wärme in der Fesselbeuge, besonders an der Beugeseite
- Krustenbildung oder Borken, die schmerzhaft beim Ablösen sind
- Haarverlust in der Fesselbeuge
- Nässende Wunden oder übelriechender Ausfluss
- Schwellung des Fesselbereichs
- Lahmheit oder Schonhaltung des betroffenen Beins
- Bei Milbenbefall: intensives Stampfen und Beißen nach den Beinen
Was sollte ich beim Kauf von Mauke-Produkten beachten?
- Ursache klären: Bakterielle Mauke, Pilzmauke und milbenbedingte Mauke erfordern unterschiedliche Behandlungen
- Hygienemanagement zuerst: Kein Präparat ersetzt trockene, saubere Haltungsbedingungen und regelmäßige Wundreinigung
- Topische Behandlung und innere Versorgung kombinieren: Äußere Pflege wirkt schneller, innere Versorgung sorgt für nachhaltige Stabilisierung
- Feathern scheren: Bei Pferden mit starkem Behang ist konsequentes Scheren der Fesselregion die wichtigste Einzelmaßnahme
- Tierärztliche Abklärung bei chronischen Fällen: Abstrich und ggf. Biopsie für gezielte Behandlung
Pflege & Management bei Mauke
Akut: Fesseln scheren (Feathern entfernen), Krusten vorsichtig und vollständig mit Seife oder speziellen Waschlösungen ablösen (nur unter Wasser einweichen, niemals trocken abreißen), gründlich trocknen, mit geeigneten Wirkstoffen behandeln (antiseptisch, antibakteriell oder antifungal je nach Ursache), Pferd trocken halten.
Chronisch: Konsequentes Hygienemanagement, trockene Einstreu, Vermeidung von Schlamm- und Nassböden, regelmäßige Wundkontrollen, innere Nährstoffunterstützung als Dauermaßnahme.
Kaufberatung: Die richtigen Produkte bei Mauke
Nach Preis
Einstieg & Basis: Wundreinigungslösung, Zink-Biotin-Präparat und Leinöl – einfach, günstig und direkt wirksam.
Mittelklasse: Spezielle Mauke-Pflegeprodukte für die topische Behandlung, kombiniert mit innerer Hautunterstützung (Zink, Biotin, Omega-3).
Profi- & Premiumlösungen: Hochwertige antibakterielle oder antimykotische Präparate für schwere oder chronische Fälle, kombiniert mit umfassender innerer Nährstoffversorgung.
Nach Marke
STRÖH bietet Maukeprodukte von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration und praxiserprobten Rezepturen.
Nach Kategorie
Bestseller: Bewährte Waschlösungen, Wundpflegeprodukte und Zink-Biotin-Präparate
Neuheiten: Innovative Mauke-Pflegeprodukte mit modernen Wirkstoffen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Kaltblüter und Friesen mit chronischer Mauke, Pferde in feuchter Haltungsumgebung und Pferde mit milbenbedingter Mauke
Häufige Fragen (FAQ) zur Mauke beim Pferd
Wie behandle ich Mauke beim Pferd?
Zunächst Fesseln scheren, Krusten vorsichtig einweichen und ablösen, gründlich reinigen und trocknen, dann mit einem geeigneten Präparat behandeln (antiseptisch, antibakteriell oder antifungal, je nach Ursache). Bei Unsicherheit über die Ursache Tierarzt einbeziehen.
Ist Mauke ansteckend?
Die klassische Mauke ist nicht direkt ansteckend. Bakterielle Erreger (Staphylokokken) und Milben können aber zwischen Pferden übertragen werden – Reinigung von Putzzeug, Gamaschen und Bandagen bei Befall wichtig.
Warum bekommt mein Pferd immer wieder Mauke?
Wiederkehrende Mauke deutet auf persistierende Risikofaktoren hin: feuchte Haltung, unzureichende Hygiene, starker Behang oder chronisch geschwächte Hautbarriere. Innere Nährstoffunterstützung und konsequentes Hygienemanagement sind der Schlüssel zur dauerhaften Kontrolle.
Muss ich bei Mauke zum Tierarzt?
Bei leichter Mauke können erfahrene Pferdehalter selbst behandeln. Bei starker Schwellung, Lahmheit, tiefen Wunden, ausbleibender Besserung nach einer Woche oder bei Verdacht auf Milbenbefall immer Tierarzt einbeziehen.
Kann man Mauke mit Vaseline behandeln?
Vaseline wird traditionell als Schutz vor Feuchtigkeit eingesetzt. Sie schützt, kann aber aktive Krusten und Wunden abdecken und die Heilung verzögern. Vaseline erst nach vollständiger Reinigung und Trocknung auf bereits abgeheilte Stellen auftragen – nicht auf aktive Wunden.
Infothek & Ratgeber
- Mauke beim Pferd: Ursachen, Behandlung und Prävention
- Mauke bei Kaltblütern: Warum Feathern das Risiko erhöht und was hilft
- Milbenbefall in der Fesselbeuge: Erkennen und behandeln
- Hautbarriere stärken: Innere Nährstoffversorgung bei Fesselekzemen
- Fachartikel & Studien: Aktuelle Erkenntnisse zu Dermatitis der Fesselbeuge
Service & Beratung
Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung für das Management von Mauke bei Deinem Pferd.
- Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Auswahl von Pflege- und Nährstoffprodukten
- Maukepräparate & Hautunterstützung: Alles rund um Fesselbeugenpflege und Hautgesundheit
- Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung – damit Dein Pferd lückenlos versorgt ist
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Viele Pferdehalter – besonders von Kaltblütern und Friesen – berichten, wie sich die Häufigkeit und Schwere von Mauke-Episoden durch konsequentes Hygienemanagement in Kombination mit innerer Zink-Biotin-Omega-3-Versorgung dauerhaft verbessert hat. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.
Sicherheitshinweis: Schwere Maukeformen, tiefe Wunden, starke Lahmheit oder Verdacht auf Milbenbefall müssen tierärztlich behandelt werden. Antibiotische oder milbenabtötende Behandlungen sind verschreibungspflichtig. STRÖH-Produkte unterstützen die Behandlung und Prävention von Mauke – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.




