Rohprotein
% -
verdauliche Energie MJ/kg
mj -
Stärke
% -
Zucker
% -
Entspannt starten, stark performen
SCHNÄPPCHEN VERSANDKOSTENFREI RABATT 40%
(0)
(€ 21,09/kg)
Preis nur gültig bis 31.07.2026 23:59 Uhr
Magengeschwüre beim Pferd – Ursachen verstehen, Magen gezielt schützen
Was sind Magengeschwüre beim Pferd?
Definition & Häufigkeit
Magengeschwüre beim Pferd – medizinisch als Equines Gastric Ulcer Syndrome (EGUS) bezeichnet – sind Erosionen oder Ulzerationen der Magenschleimhaut, die durch ein Ungleichgewicht zwischen schädigenden Faktoren (Magensäure, Pepsin) und schützenden Mechanismen (Schleimschicht, Speichelpufferung, Schleimhautregeneration) entstehen. EGUS ist eine der häufigsten Erkrankungen beim Pferd: Studien zeigen Prävalenzraten von bis zu 90 % bei Rennpferden und 50–60 % bei Freizeitpferden.
Man unterscheidet zwei Hauptformen: Equine Squamous Gastric Disease (ESGD) betrifft die Plattenepithelregion des Magens (oberer Teil, nicht schleimproduzierende Zone) und ist die häufigere Form. Equine Glandular Gastric Disease (EGGD) betrifft die Drüsenschleimhaut im Fundus und Pylorus – oft schwerer und langsamer abheilend.
Unterschied: Magengeschwür vs. Magenschleimhautentzündung vs. Magenübersäuerung
Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist eine entzündliche Reaktion ohne Ulzeration. Magenübersäuerung führt zu Unbehagen und ist ein Risikofaktor für Ulzerationen, aber noch kein Geschwür. Ein Magengeschwür ist eine bereits entstandene Läsion der Schleimhaut mit vollständigem oder partiellem Schleimhautverlust.
Kurz erklärt: Warum der Pferdemagen so anfällig ist
Der Pferdemagen ist klein (nur ca. 15 Liter Fassungsvermögen) und produziert kontinuierlich Magensäure – unabhängig davon, ob Futter vorhanden ist. Das Pferd ist evolutionär auf eine kontinuierliche Futteraufnahme ausgelegt, die permanent Speichel (als Puffer) und Raufutter (als physische Schutzbarriere) in den Magen liefert. Lange Fressunterbrechungen lassen den pH im Magenbereich absinken – und greifen die Schleimhaut an.
Warum ist die richtige Fütterung bei Magengeschwüren so entscheidend?
Fütterungsmanagement ist die wirksamste Prävention und eine unverzichtbare Begleitmaßnahme bei der Behandlung von Magengeschwüren.
- Raufutter ad libitum: Die wirkungsvollste Einzelmaßnahme – kontinuierliche Raufutteraufnahme hält den Speichelfluss aufrecht und puffert die Magensäure
- Fressunterbrechungen vermeiden: Nüchternzeiten von mehr als 4–6 Stunden erhöhen das Ulkusrisiko erheblich
- Kraftfutter reduzieren: Stärke und Zucker fördern die Magensäureproduktion und senken den pH
- Puffernde Futtermittel: Luzerneheu enthält natürliche Puffersubstanzen und kann die Magensäure neutralisieren
- Schleimhautschutz: Spezielle Präparate mit schützenden Substanzen (z. B. Pektin, Lecithin, Aloe vera) können die Magenschleimhaut unterstützen
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber
Magengeschwüre verursachen Leistungsverlust, Behandlungskosten (Omeprazol-Therapie ist teuer) und Verhaltensänderungen, die das tägliche Management erschweren. Prävention ist bei weitem kostengünstiger.
Vorteile einer magenschonenden Fütterung auf einen Blick
- Deutliche Reduktion des Ulkusrisikos durch kontinuierliche Raufutterversorgung
- Natürliche Pufferung der Magensäure durch Speichelproduktion
- Schutz der Magenschleimhaut durch geeignete Fütterungsergänzungen
- Unterstützung der Schleimhautregeneration bei bestehenden Ulzerationen
- Raschere Abheilung in Kombination mit tierärztlicher Behandlung
Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es für Magengeschwüre?
Fütterungsbedingte Risikofaktoren
Lange Nüchternzeiten, zu viel Kraftfutter, zu wenig Raufutter, stärke- und zuckerreiche Rationen, zu seltene Fütterung (2 × täglich statt kontinuierlich).
Stressbedingte Risikofaktoren
Intensiver Trainings- und Wettkampfbetrieb, häufige Transporte, Stallwechsel, soziale Konflikte, Einzelhaltung ohne Sichtkontakt zu Artgenossen. Stress erhöht die Cortisolausschüttung, die die Magenschleimhautintegrität direkt beeinträchtigt.
Trainings- und haltungsbedingte Risikofaktoren
Intensives Training auf nüchternem Magen – beim Galoppieren schwappt Magensäure in den ungeschützten Plattenepithelbereich. Boxenhaltung mit wenig Bewegung und langen Nüchternzeiten.
Medikamentös bedingte Risikofaktoren
Langfristiger NSAID-Einsatz (z. B. Phenylbutazon, Flunixin) hemmt die Prostaglandinsynthese, die die Schleimhaut schützt. Immer magenschützende Begleittherapie in Absprache mit dem Tierarzt.
Welche Inhaltsstoffe schützen die Magenschleimhaut beim Pferd?
- Luzerneheu: Enthält natürliche Puffersubstanzen (Calcium, Proteine) und bindet Magensäure besser als Grassheu – besonders vor dem Training sinnvoll
- Pektin: Bildet eine schützende Gelschicht auf der Magenschleimhaut
- Lecithin: Schützt die Schleimhautoberfläche vor Säureschäden – Bestandteil mehrerer kommerzieller Magenpräparate
- Aloe vera (Latex-frei): Wird traditionell zur Beruhigung der Magenschleimhaut eingesetzt
- Zinksulfat: Unterstützt die Schleimhautregeneration
- Omega-3-Fettsäuren: Modulieren entzündliche Prozesse in der Magenschleimhaut
- Probiotika: Stabilisieren die Darmflora und können das gesamte Verdauungsmilieu positiv beeinflussen
Wie erkenne ich Magengeschwüre bei meinem Pferd?
- Wiederkehrendes, oft kolikähnliches Unbehagen – besonders nach Fütterung oder Training
- Deutlicher Leistungsabfall, Unwilligkeit oder Verhaltensprobleme unter dem Sattel
- Gewichtsverlust, schlechter Ernährungszustand trotz ausreichend Futter
- Schlechtes Fell, Flankentreten, Gähnen, Dehnen
- Fressunlust oder selektives Fressen (Kraftfutter wird eher abgelehnt als Heu)
- Schlechtes Ansprechen auf normales Training
Sicher diagnostiziert werden Magengeschwüre nur durch Gastroskopie.
Was sollte ich beim Kauf von Magenpräparaten beachten?
- Kein Ersatz für Gastroskopie: Magenpräparate können unterstützen – ein Magengeschwür kann nur endoskopisch bestätigt werden
- Omeprazol ist verschreibungspflichtig: Die tierärztliche Behandlung mit Omeprazol ist Basis bei gesicherter Diagnose – Ergänzungen begleiten, ersetzen aber nicht
- Luzerneheu als einfachster Einstieg: Vor jedem Training eine kleine Portion Luzerneheu als Magenpuffer
- Keine langen Nüchternzeiten: Das wichtigste Managementelement – kein Präparat kann lange Fressunterbrechungen ausgleichen
- Dauerprophylaxe bei Risikopferden: Hochleistungspferde, häufig transportierte Pferde und Pferde mit bekannter Vorgeschichte sollten dauerhaft magenschonend gefüttert werden
Pflege & Management bei Magengeschwüren
Raufutter vor dem Training (mindestens 500 g Heu oder Luzerne), keine langen Nüchternzeiten (auch nachts), Kraftfutter auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilen, Stressreduktion, täglicher Auslauf und Sozialkontakt. Bei gesicherter Diagnose: Omeprazol-Therapie nach tierärztlicher Verordnung, begleitet durch Fütterungsoptimierung.
Kaufberatung: Die richtigen Produkte bei Magengeschwüren
Nach Preis
Einstieg & Basis: Luzerneheu und ein Pektin-Lezithin-Präparat – kostengünstig und direkt wirksam als Magenschutz.
Mittelklasse: Spezielle Magenpräparate mit Pektin, Lecithin, Aloe vera, Zink und Omega-3 für eine umfassende Schleimhautunterstützung.
Profi- & Premiumlösungen: Hochwertige Magenschutzpräparate für die Dauerprophylaxe bei Risikopferden und zur Begleitung der Omeprazol-Therapie.
Nach Marke
STRÖH bietet Magenpräparate von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration und praxiserprobten Rezepturen.
Nach Kategorie
Bestseller: Bewährte Pektin-Lezithin-Präparate und Luzerneheuprodukte
Neuheiten: Innovative Magenschutzpräparate mit modernen Wirkstoffkombinationen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Turnierpferde, Pferde mit bekannter EGUS-Geschichte und Pferde unter NSAID-Behandlung
Häufige Fragen (FAQ) zu Magengeschwüren beim Pferd
Wie häufig sind Magengeschwüre beim Pferd?
Sehr häufig – Studien zeigen bis zu 90 % bei Rennpferden und 50–60 % bei Freizeitpferden. Magengeschwüre gelten als eine der verbreitetsten Erkrankungen beim Sportpferd.
Kann ich Magengeschwüre ohne Gastroskopie behandeln?
Ohne Gastroskopie gibt es keine gesicherte Diagnose. Eine empirische Behandlung ist möglich, aber eine Gastroskopie zeigt Schweregrad, Lokalisation und Heilungsfortschritt – sie ist die einzige valide Diagnosemethode.
Hilft Luzerneheu wirklich gegen Magengeschwüre?
Ja – Luzerneheu enthält Calcium und Protein, die die Magensäure besser puffern als Grassheu. Eine kleine Portion vor dem Training reduziert das Säureschlucken in den Plattenepithelbereich nachweislich.
Mein Pferd hat immer wieder Magengeschwüre – was tun?
Dauerhaftes Auftreten deutet auf persistierende Risikofaktoren hin: Fütterungsmanagement, Stressniveau und Haltungsbedingungen komplett überprüfen. Bei EGGD (Drüsenmagen) oft länger therapiebedürftig und schlechter auf Omeprazol ansprechend – Tierarzt einbeziehen.
Können Magengeschwüre ohne Behandlung heilen?
Leichte ESGD-Läsionen können sich bei optimiertem Fütterungsmanagement bessern. Schwere Ulzerationen oder EGGD heilen ohne Behandlung in der Regel nicht vollständig.
Infothek & Ratgeber
- EGUS beim Pferd: Ursachen, Diagnose und Therapie im Überblick
- Luzerneheu als Magenschutz: Was es leistet und wie es eingesetzt wird
- Stress und Magengeschwüre: Der oft unterschätzte Zusammenhang
- Omeprazol beim Pferd: Was es kann und was nicht
- Fachartikel & Studien: Aktuelle Erkenntnisse zu EGUS und Magenpräparaten
Service & Beratung
Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung für einen gesunden Magen Deines Pferdes.
- Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Auswahl magenschonender Produkte
- Magenpräparate & Fütterungsberatung: Alles rund um Magenschutz und EGUS-Management
- Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung – damit Dein Pferd dauerhaft gut versorgt ist
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Viele Pferdehalter berichten, wie sich Verhalten und Wohlbefinden ihrer Pferde durch eine magenschonende Fütterungsumstellung und gezielte Magenpräparate deutlich verbessert haben – weniger Kolikanzeichen, ruhigeres Fressverhalten und bessere Rittigkeit. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.
Sicherheitshinweis: Magengeschwüre müssen tierärztlich diagnostiziert und bei Bedarf mit Omeprazol behandelt werden – Fütterungsergänzungen sind Begleitmaßnahmen, kein Ersatz. Gastroskopie ist die einzige verlässliche Diagnosemethode. STRÖH-Produkte unterstützen den Magenschutz gezielt – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.





