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Cushing Syndrom ECS bei Pferden

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Cushing-Syndrom beim Pferd – gezielt füttern, Stoffwechsel unterstützen

Was ist das Cushing-Syndrom beim Pferd?

Definition & Ursachen

Das Equine Cushing-Syndrom – in der modernen Veterinärmedizin korrekt als PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction) bezeichnet – ist eine chronische Erkrankung der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Ein Teil der Hypophyse produziert bei betroffenen Pferden übermäßige Mengen des Hormons ACTH sowie weiterer Botenstoffe, was zu einer Überproduktion von Cortisol führt – mit weitreichenden Folgen für Stoffwechsel, Immunsystem, Fell und Hufe.
PPID ist eine degenerative Erkrankung, die mit zunehmendem Alter entsteht. Ab dem 20. Lebensjahr sind schätzungsweise 20 bis 30 Prozent aller Pferde betroffen.

Unterschied: PPID vs. EMS

PPID und EMS werden häufig verwechselt – sind aber zwei verschiedene Erkrankungen, die gemeinsam auftreten können. EMS ist eine Stoffwechselstörung, die vor allem bei jüngeren, übergewichtigen Pferden auftritt. PPID ist eine hormonelle Erkrankung der Hypophyse, die primär ältere Pferde betrifft. Beide erhöhen das Hufrehe-Risiko erheblich.

Kurz erklärt: Warum Fütterung bei PPID so entscheidend ist

Der chronisch erhöhte Cortisolspiegel fördert eine Insulinresistenz – Zucker und Stärke aus dem Futter führen zu einem übermäßigen Insulinanstieg, der Hufrehe auslösen kann. Eine zuckerarme, stärker reduzierte Fütterung ist deshalb keine Empfehlung – sie ist eine Notwendigkeit.

Warum ist die richtige Fütterung bei Cushing/PPID so wichtig?

PPID ist durch Medikamente behandelbar, aber nicht heilbar. Die Fütterung ist neben der medikamentösen Therapie die wichtigste dauerhafte Maßnahme.

  • Hufrehe-Risiko senken: Zuckerarme, stärkereduzierte Fütterung als wichtigste Maßnahme
  • Insulinsensitivität unterstützen: Rohfaserbasierte Ration ohne schnell verfügbare Kohlenhydrate
  • Immunsystem stärken: PPID-Pferde haben ein geschwächtes Immunsystem
  • Körperkondition erhalten: Viele PPID-Pferde verlieren trotz ausreichender Fütterung an Gewicht
  • Muskelmasse erhalten: Hochwertiges Protein wirkt dem Muskelabbau entgegen

Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber

Ein Hufrehe-Schub bei einem PPID-Pferd verursacht erhebliche Kosten. Eine konsequent zuckerarme Fütterung ist die wirkungsvollste Prävention.

Vorteile einer PPID-angepassten Fütterung auf einen Blick

  • Minimierung des Hufrehe-Risikos durch niedrigen Zucker- und Stärkegehalt
  • Unterstützung einer stabilen Insulinantwort
  • Stärkung des geschwächten Immunsystems
  • Erhalt der Muskelmasse durch hochwertiges Protein
  • Unterstützung der Huf- und Hautgesundheit
  • Dauerhaft geeignet in Kombination mit tierärztlicher Therapie

Welche Symptome zeigt ein Pferd mit Cushing/PPID?

Symptome nach Erscheinungsbild

Veränderter Fellwechsel: Das auffälligste Zeichen: Das Fell wird lockig, gewellt oder langhaarig – besonders im Sommer. Der Fellwechsel verzögert sich oder bleibt ganz aus.
Muskelschwund Trotz ausreichender Fütterung verlieren viele PPID-Pferde Muskelmasse – besonders am Rücken und an der Kruppe.
Vermehrtes Trinken und Urinieren (PU/PD): PPID-Pferde trinken deutlich mehr als gesunde Pferde.
Hufrehe bei einem älteren Pferd ohne offensichtliche Fütterungsursache ist ein starker Hinweis auf PPID.
Geschwächtes Immunsystem: Anfälliger für Infektionen, langsamere Heilung, chronische Zahnprobleme.
Verändertes Körperfettmuster: Ungleichmäßige Fettdepots – z. B. Crestfett am Nacken bei gleichzeitigem Muskelschwund.

PPID nach Schweregrad

Frühes Stadium: Leichte Veränderungen beim Fellwechsel. Diagnose durch ACTH-Messung. Fütterungsanpassung besonders wirkungsvoll.
Fortgeschrittenes Stadium: Deutliche Symptome – Pergolid und Fütterungsmanagement sind notwendig.
Schweres Stadium: Alle klassischen Symptome ausgeprägt – intensive tierärztliche Begleitung und individuell abgestimmte Fütterung.

PPID nach Pferdetyp

PPID bei Ponys und Robustpferden: Besonders häufig betroffen – konsequent zuckerarme, melassefreie Ration unerlässlich.
PPID bei Warmblütern: Besonders auffällig ist oft der Muskelschwund an Rücken und Kruppe.
PPID in Kombination mit EMS: Häufig gleichzeitig – besonders bei übergewichtigen Ponyrassen. Fütterung muss beiden Erkrankungen Rechnung tragen.

Welche Inhaltsstoffe sollte man bei PPID unbedingt meiden?

Zucker & Melasse: Direkter Auslöser für Insulinspitzen
Stärke (Getreide): Hafer, Gerste, Mais und Weizen für PPID-Pferde weitgehend ungeeignet
Frisches Weidegras unkontrolliert: Enthält hohe Mengen Fruktan und Zucker
Zuckerreiche Leckerlis: Inhaltsstoffe genau prüfen
Heu mit hohem NSC-Gehalt: Unter 10–12 Prozent NSC – Heuanalyse gibt Sicherheit

Welche Inhaltsstoffe sind bei PPID besonders wertvoll?

  • Hochwertiges Protein (Luzerne, Erbsen): Unterstützt den Erhalt der Muskelmasse
  • Omega-3-Fettsäuren (Leinöl): Gut untersuchte Versorgungskomponente
  • Vitamin E: Schützt Muskel- und Nervenzellen
  • Magnesium: Wird im Glucosestoffwechsel eingesetzt
  • Biotin & Zink: Unterstützen Huf- und Hautgesundheit
  • Vitamin C: Kann bei geschwächtem Immunsystem sinnvoll sein
  • NSC-armes Heu: Die wichtigste Futterquelle

Wie wird PPID beim Pferd diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch den Tierarzt auf Basis der klinischen Symptome und einer Blutuntersuchung – Messung des ACTH-Spiegels. Wichtig: Im Herbst sind die ACTH-Werte bei allen Pferden physiologisch höher. Ein PPID-Screening im Herbst ist für alle Pferde über 15 Jahren empfehlenswert.

Was sollte ich beim Kauf von Futter für PPID-Pferde beachten?

  • NSC-Gehalt prüfen: Unter 10–12 Prozent im Heu und Kraftfutter
  • Kein Getreide, keine Melasse: Die Regel, nicht die Ausnahme
  • Proteingehalt: Ausreichend hochwertiges Protein für den Muskelerhalt
  • Mineralstoffversorgung sichern: Vitamin E, Magnesium und Zink
  • Heuanalyse: Bei PPID-Pferden unverzichtbar

Pflege & Management bei PPID

Regelmäßige Zahnchecks sind wichtig – PPID-Pferde haben häufiger Zahnprobleme. Das Fell sollte im Sommer bei stark betroffenen Pferden geschoren werden. Regelmäßige Hufkontrollen und konsequentes Parasitenmanagement sind Pflicht.

Kaufberatung: Das richtige Futter für PPID-Pferde finden

Nach Preis

Einstieg & Basis: NSC-armes, getreidefreies Mineralfutter in Kombination mit qualitätsgeprüftem Heu.
Mittelklasse: Speziell für Stoffwechselprobleme entwickelte Fertigfutter ohne Getreide und Melasse.
Profi- & Premiumlösungen: Individuell abgestimmte Konzepte auf Basis einer Heuanalyse unter tierärztlicher Begleitung.

Nach Marke

STRÖH bietet Stoffwechselfutter von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration und klar deklarierten NSC-Gehalten.

Nach Kategorie

Bestseller: Getreidefreie, melassefreie Mineralfutter für Stoffwechselpferde
Neuheiten: Innovative Stoffwechselpräparate für Insulinsensitivität und Muskelerhalt
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Pferde mit PPID, EMS oder der Kombination beider Erkrankungen

Häufige Fragen (FAQ) zu Cushing/PPID beim Pferd

Was ist der Unterschied zwischen Cushing und PPID?
Cushing ist der umgangssprachliche Begriff, PPID die korrekte medizinische Bezeichnung. Beide beschreiben dieselbe Erkrankung der Hirnanhangsdrüse.

Darf ein PPID-Pferd noch auf die Weide?
Mit Vorsicht – strukturiertes Anweideprogramm, kurze Weidezeiten mittags und magere Flächen. Bei schwer betroffenen Pferden ist Weideverzicht die sicherste Option.

Muss ein PPID-Pferd lebenslang Medikamente nehmen?
In der Regel ja – Pergolid muss dauerhaft gegeben werden. Dosierung wird regelmäßig durch ACTH-Kontrollen angepasst.

Wie erkenne ich, ob das Heu für mein PPID-Pferd geeignet ist?
Durch eine Heuanalyse – NSC unter 10–12 Prozent gilt als Richtwert. Spät geschnittenes Heu hat in der Regel niedrigere NSC-Gehalte.

Kann ein PPID-Pferd noch geritten werden?
Das hängt vom Schweregrad und Zustand des Pferdes ab – die Entscheidung sollte mit dem Tierarzt getroffen werden.

Infothek & Ratgeber

  • PPID verstehen: Ursachen, Diagnose und modernes Management
  • NSC im Heu: Was es bedeutet, wie man es misst und warum es wichtig ist
  • Hufrehe und PPID: Der Zusammenhang zwischen Insulin, Cortisol und Hufgesundheit
  • Weidemanagement für PPID-Pferde: Wie betroffene Pferde sicher Weidegang genießen können
  • Fachartikel & Studien: Aktuelle Erkenntnisse zu PPID und Insulinresistenz

Service & Beratung

PPID stellt viele Pferdehalter täglich vor neue Fragen. Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung.

  • Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Futterauswahl für PPID-Pferde
  • Ergänzungsmittel & Mineralfutter: Alles rund um Stoffwechselgesundheit, Muskelerhalt und Hufschutz
  • Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung

Meinung, Erfahrung & Sicherheit

Viele Pferdehalter berichten, wie sich der Zustand ihrer PPID-Pferde durch eine konsequente Fütterungsumstellung – in Kombination mit der medikamentösen Therapie – positiv verändert hat. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.

Sicherheitshinweis: PPID muss tierärztlich diagnostiziert und therapiert werden. Die medikamentöse Therapie ersetzt die Fütterungsanpassung nicht – beide Maßnahmen sind notwendig. STRÖH-Produkte unterstützen das Stoffwechselmanagement gezielt – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.

1Preise inklusive gesetzlicher MwSt., zzgl. Versandkosten und ggf. Mindermengenzuschlag.