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Stoffwechselprobleme beim Pferd – Metabolische Störungen verstehen und managen
Was sind Stoffwechselprobleme beim Pferd?
Definition & Überblick
Stoffwechselprobleme beim Pferd umfassen alle Störungen, bei denen der Körper Nährstoffe nicht mehr optimal verarbeitet, speichert oder reguliert. Der Stoffwechsel – der gesamte Komplex aller chemischen Reaktionen im Körper – ist bei Pferden besonders sensibel für Fütterungsfehler, da ihre Verdauungsphysiologie auf eine ganz bestimmte Nahrungsgrundlage (Raufutter, geringe Mengen an Stärke und Zucker) ausgelegt ist.
Häufige metabolische Erkrankungen beim Pferd: EMS (Equines Metabolisches Syndrom) mit Insulinresistenz und Verfettung, PPID (Cushing-Syndrom) als hormonell bedingte Stoffwechselstörung, Hypertriglyzeridämie (Fettstoffwechselstörung), Schilddrüsenfunktionsstörungen und allgemeine Übergewichtigkeit (Adipositas).
Unterschied: EMS vs. PPID vs. allgemeine Stoffwechselschwäche
EMS ist eine primär fütterungsbedingte Insulinresistenz, häufig bei „leichtfuttrigen" Rassen (Ponys, Barockpferde, Kaltblüter). PPID (Cushing) ist eine Erkrankung der Hypophyse mit sekundären metabolischen Folgen – primär bei älteren Pferden. Allgemeine Stoffwechselschwäche bezeichnet eine nicht klar klassifizierbare verminderte Stoffwechseleffizienz.
Kurz erklärt: Warum moderne Haltungsbedingungen den Stoffwechsel belasten
Das Pferd ist evolutionär auf Dauerbewegung und karge Nahrung ausgelegt. Moderne Haltung kombiniert häufig das Gegenteil: wenig Bewegung und energie- sowie stärkereiche Fütterung. Das überfordert die Regulationsmechanismen des Stoffwechsels und führt zu Insulinresistenz, Verfettung und metabolischen Folgeerkrankungen.
Warum ist die richtige Fütterung bei Stoffwechselproblemen so entscheidend?
- Stärke und Zucker reduzieren: Die wichtigste Einzelmaßnahme bei EMS und Insulinresistenz
- NSC-armes Heu: Non-Structural Carbohydrates unter 10–12 % für metabolisch gefährdete Pferde
- Gewichtsmanagement: Übergewicht ist sowohl Ursache als auch Folge von Stoffwechselproblemen
- Leberstoffwechsel unterstützen: Leberpräparate bei fettleibigen Pferden mit Hypertriglyzeridämierisiko
- Schilddrüse unterstützen: Jodversorgung sicherstellen
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber
Stoffwechselgesunde Pferde haben weniger Folgeerkrankungen (Hufrehe!), benötigen weniger tierärztliche Eingriffe und sind langfristig leistungsfähiger.
Welche Stoffwechselerkrankungen gibt es beim Pferd?
EMS (Equines Metabolisches Syndrom)
Insulinresistenz, Verfettung (oft mit charakteristischen Fettdepots an Mähne, Schweif und Hinterhand), erhöhtes Hufrehe-Risiko. Primär über Fütterung und Bewegung managebar.
PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction / Cushing)
Hypophysenerkrankung mit erhöhtem ACTH-Spiegel, verzögertem Fellwechsel, Muskelschwund, erhöhter Infektanfälligkeit und Hufrehe. Tierärztliche Behandlung mit Pergolid plus Fütterungsanpassung.
Hypertriglyzeridämie
Gefährliche Fettstoffwechselstörung bei negativer Energiebilanz – besonders bei Ponys und übergewichtigen Pferden während plötzlichem Fasten. Notfall!
Schilddrüsenstörungen
Seltener als beim Menschen – aber Jodmangel und bestimmte Grundfuttermittel können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.
Welche Inhaltsstoffe sind bei Stoffwechselproblemen besonders wichtig?
- NSC-armes Grundfutter: Die wichtigste „Zutat" – kein Getreide, kein zuckerreiches Futter
- Omega-3-Fettsäuren: Unterstützen die Insulinsensitivität und wirken entzündungsmodulierend
- Magnesium & Chrom: Werden bei Insulinresistenz eingesetzt – Chrom als Cofaktor der Insulinwirkung
- Mariendistel & Artischocke: Leberschutz bei Hypertriglyzeridämierisiko
- Vitamin E & Selen: Antioxidativer Schutz bei metabolischem Stress
- Jod: Für die Schilddrüsenfunktion
Kaufberatung: Die richtigen Produkte bei Stoffwechselproblemen
Nach Preis
Einstieg & Basis: NSC-armes Heu und Mineralfutter ohne Zucker/Melasse – die Grundlage jedes metabolischen Managements.
Mittelklasse: Spezielle Stoffwechselpräparate mit Chrom, Magnesium, Omega-3 und Leberschutz.
Profi- & Premiumlösungen: Individuell abgestimmte metabolische Unterstützungskonzepte auf Basis tierärztlicher Diagnostik.
Nach Marke
STRÖH bietet metabolisch geeignete Produkte von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration.
Nach Kategorie
Bestseller: Bewährte getreidefreie Grundfutter und NSC-arme Mineralfutter
Neuheiten: Innovative Metabolismuspräparate mit modernen Wirkstoffkombinationen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für EMS-Pferde, Cushing-Pferde und übergewichtige Ponys
Häufige Fragen (FAQ) zu Stoffwechselproblemen beim Pferd
Wie erkenne ich EMS bei meinem Pferd?
Typisch: Verfettung (besonders Cresty Neck – Fettdepot an der Mähnenleiste), leichtfuttriger als andere Pferde, erhöhtes Hufrehe-Risiko. Diagnose durch tierärztliche Insulinmessung (RISQI-Test, ODST).
Was ist der Unterschied zwischen EMS und Cushing?
EMS ist primär fütterungsbedingte Insulinresistenz ohne Hormondrüsenerkrankung. Cushing (PPID) ist eine Erkrankung der Hypophyse – medikamentös behandelbar mit Pergolid.
Muss ein EMS-Pferd komplett auf Kraftfutter verzichten?
In der Regel ja – zumindest auf stärke- und zuckerreiches Kraftfutter. NSC-arme Ergänzungen für die Mineralstoffversorgung sind möglich und sinnvoll.
Kann Übergewicht beim Pferd gefährlich werden?
Ja – Übergewicht erhöht das Hufrehe-Risiko, begünstigt EMS und Insulinresistenz und kann bei plötzlichem Fasten zu lebensbedrohlicher Hypertriglyzeridämie führen.
Infothek & Ratgeber
- EMS beim Pferd: Erkennen, managen und Hufrehe vorbeugen
- Cushing (PPID): Hormondiagnostik und Behandlung
- NSC-arme Fütterung: Was erlaubt ist und was nicht
- Gewichtsmanagement beim Pferd: Praktische Tipps
Service & Beratung
Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung für metabolisch gesunde Pferde.
- Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei NSC-armer Rationgestaltung und Produktauswahl
- Stoffwechselpräparate & metabolisch geeignete Futter: Alles rund um EMS, Cushing und Stoffwechselgesundheit
- Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Viele Pferdehalter berichten, wie sich EMS-Pferde durch konsequente stärkearme Fütterung und mehr Bewegung deutlich verbessert haben – stabiles Gewicht, keine Reheschübe und ein vitaleres Erscheinungsbild. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.
Sicherheitshinweis: Metabolische Erkrankungen müssen tierärztlich diagnostiziert werden. Cushing erfordert medikamentöse Behandlung. Hypertriglyzeridämie ist ein Notfall. STRÖH-Produkte unterstützen das metabolische Management – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.





