Zur besonderen Ernährung/Pflege bei
Stallruhe (Stehfutter) bei Pferden
Feedscanner

Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:
Wunschvariante:

Stallruhe beim Pferd – Fütterung und Management während der Ruhephase

Was bedeutet Stallruhe beim Pferd?

Definition & Herausforderungen

Stallruhe – auch als Boxenruhe bezeichnet – ist eine therapeutische Maßnahme, bei der das Pferd über einen definierten Zeitraum in seiner Bewegung eingeschränkt wird, um Heilungsprozesse zu ermöglichen. Sie ist notwendig nach Verletzungen (Sehnen, Bänder, Knochen), Operationen, schweren Erkrankungen oder in der akuten Phase bestimmter Erkrankungen wie Hufrehe. Stallruhe kann Tage, Wochen oder Monate dauern.

Die Herausforderung: Das Pferd ist als Bewegungstier darauf ausgelegt, täglich weite Strecken zurückzulegen. Stallruhe ist für das Pferd psychisch und physisch belastend. Gleichzeitig muss die Fütterung radikal angepasst werden – ein ruhendes Pferd hat deutlich geringeren Energiebedarf, aber unveränderten oder sogar erhöhten Nährstoffbedarf für die Heilung.

Unterschied: Stallruhe vs. Schrittbewegung vs. kontrollierte Bewegung

Vollständige Stallruhe bedeutet keine Bewegung außer zum Fressen und Trinken – bei schweren Sehnenverletzungen oder Frakturen. Schrittbewegung (geführtes Gehen an der Hand) ist oft der erste Schritt aus der Stallruhe. Kontrollierte Bewegung bedeutet geregelte, dosierte Belastungssteigerung unter therapeutischer Aufsicht.

Warum ist die richtige Fütterung in der Stallruhe so entscheidend?

  • Energiezufuhr reduzieren: Ein ruhendes Pferd verbrennt deutlich weniger – überschüssige Energie führt zu Übergewicht und erhöht das Kolikrisiko
  • Nährstoffe für Heilung aufrechterhalten: Zink, Vitamin C, Aminosäuren bleiben essenziell oder werden gesteigert
  • Darmgesundheit sichern: Reduzierte Bewegung verlangsamt die Darmperistaltik – Kolikrisiko steigt erheblich
  • Muskelschwund begrenzen: Aminosäuren (Lysin, Methionin) helfen, den unvermeidlichen Muskelabbau zu begrenzen
  • Psychischen Stress reduzieren: Raufutter ad libitum als Beschäftigung und Magenschutz

Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber

Falsches Fütterungsmanagement in der Stallruhe verlängert die Rekonvaleszenz, erhöht Kolikrisiko und kann den Heilungserfolg gefährden. Konsequent richtiges Stehfutter verkürzt die Gesamtausfallzeit.

Vorteile einer angepassten Stallruhefütterung auf einen Blick

  • Reduziertes Kolikrisiko durch angepasste Futterstruktur
  • Optimale Nährstoffversorgung für Heilungsprozesse trotz Energiereduktion
  • Begrenzter Muskelverlust durch Aminosäureversorgung
  • Bessere Darmgesundheit durch Raufutterbasis und Probiotika
  • Zufriedeneres, ruhigeres Pferd durch ausreichend Beschäftigung via Heu

Wie wird die Ration bei Stallruhe angepasst?

Energie reduzieren

Kraftfutter stark reduzieren oder vollständig weglassen. Stärke- und zuckerreiche Komponenten eliminieren. Energiezufuhr auf Erhaltungsbedarf senken.

Raufutter aufrechterhalten

Heu ad libitum oder mindestens 1,5 kg/100 kg KGW täglich – als Energiequelle, Darmfüller, Beschäftigung und Magenschutz. Heuqualität beachten – bei Hufrehe NSC-armes Heu.

Nährstoffe für Heilung sichern

Mineralfutter beibehalten oder erhöhen (Zink für Wundheilung, Vitamin E/Selen für Muskel- und Gewebeschutz, Aminosäuren für Gewebereparatur).

Darmgesundheit aktiv unterstützen

Probiotika, ausreichend Raufutter, regelmäßig Wasser prüfen. Bewegungsmangel erhöht Obstipationsrisiko.

Welche Inhaltsstoffe sind bei Stallruhe besonders wichtig?

  • Raufutter (Heu): Grundlage – Darmfüller, Beschäftigung, Magenschutz
  • Zink: Für Wundheilung und Gewebereparatur
  • Aminosäuren (Lysin, Methionin): Begrenzen den Muskelabbau
  • Probiotika: Stabilisieren die Darmflora bei eingeschränkter Bewegung
  • Vitamin E & Selen: Gewebeschutz und Immununterstützung
  • Omega-3-Fettsäuren: Modulieren Entzündungsprozesse in der Heilungsphase
  • Magnesium: Für entspanntere Muskulatur und Nervenfunktion bei eingeschränkter Bewegung

Was sollte ich bei der Stallruhe-Fütterung beachten?

  • Kein Kraftfutter ohne Bewegung: Die klassischste und gefährlichste Stallruhe-Fütterungssünde
  • Wasser immer verfügbar: Besonders wichtig bei Bewegungsmangel
  • Heu als Hauptfutter: Auch wenn das Pferd quengelt – Kraftfutter ist in der Stallruhe fast immer zu viel
  • Beschäftigung: Heunetze verlängern die Fresszeit und reduzieren Langeweile und Kolikrisiko
  • Regelmäßige Gewichtskontrolle: Übergewicht entsteht schnell bei ruhendem Pferd

Kaufberatung: Die richtigen Produkte für die Stallruhe

 

Nach Marke

STRÖH bietet Stallruheprodukte von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration.

Nach Kategorie

Bestseller: Bewährte Probiotika, MAgnesiumpräparate für die Nerven und Heunetze
Neuheiten: Innovative Stallruhekonzepte mit abgestimmten Nährstoffprofilen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Stallruhe nach OP, bei Hufrehe und bei Sehnenverletzungen

Häufige Fragen (FAQ) zur Stallruhe

Darf mein Pferd während der Stallruhe überhaupt noch Kraftfutter bekommen?
In den meisten Fällen nein oder nur sehr wenig. Ein ruhendes Pferd hat keinen erhöhten Energiebedarf – überschüssiges Kraftfutter erhöht Kolik- und Rehegefahr.

Wie viel Heu darf ein Pferd in der Stallruhe bekommen?
Mindestens 1,5 kg pro 100 kg Körpergewicht täglich – idealerweise mehr. Heu ad libitum ist für die meisten Stallruhepferde die beste Lösung.

Warum steigt das Kolikrisiko bei Stallruhe?
Bewegungsmangel verlangsamt die Darmperistaltik. Kombiniert mit wenig Heu und zu viel Kraftfutter ist Stallruhe ein erheblicher Kolikrisikofaktor.

Wie kann ich meinem Pferd die Stallruhe erleichtern?
Heunetze für Dauerbeschäftigung, Sichtkontakt zu Artgenossen, regelmäßige Pflege und, wenn tierärztlich erlaubt, kurze Fühler (Stallkontakt) helfen dem Pferd, die Einschränkung besser zu tolerieren.

Infothek & Ratgeber

  • Stallruhe beim Pferd: Fütterung und Management Schritt für Schritt
  • Stehfutter: Was erlaubt ist und was nicht
  • Kolikreduktion bei Stallruhe: Praktische Tipps
  • Muskelabbau verhindern: Aminosäuren in der Stallruhe

Service & Beratung

Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung für die richtige Fütterung während der Stallruhe.

  • Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Rationsprüfung für Stallruhepferde
  • Stallruheprodukte & Ergänzungen: Alles rund um Stehfutter und Rekonvaleszenz
  • Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung

Meinung, Erfahrung & Sicherheit

Viele Pferdehalter berichten, wie ihre Pferde durch richtig angepasste Stallruhefütterung – wenig Kraftfutter, viel Heu, Probiotika – die Ruhephase komplikationsfrei überstanden und schneller genesen sind. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.

Sicherheitshinweis: Stallruhedauer und -management immer in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt festlegen. Falsche Fütterung in der Stallruhe kann den Heilungserfolg gefährden. STRÖH-Produkte unterstützen die Stallruhefütterung gezielt – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.

1Preise inklusive gesetzlicher MwSt., zzgl. Versandkosten und ggf. Mindermengenzuschlag.