Fruchtbarkeitsstörung bei Pferden
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Fruchtbarkeitsstörungen beim Pferd – Reproduktion verstehen, gezielt unterstützen
Was sind Fruchtbarkeitsstörungen beim Pferd?
Definition & Ursachen
Fruchtbarkeitsstörungen beim Pferd umfassen alle Abweichungen vom normalen Reproduktionszyklus, die eine erfolgreiche Trächtigkeit verhindern oder erschweren. Sie betreffen sowohl Stuten als auch Hengste und sind in der Pferdezucht eine der häufigsten und kostspieligsten Herausforderungen.
Bei Stuten können Fruchtbarkeitsstörungen durch einen unregelmäßigen oder ausbleibenden Zyklus, hormonelle Ungleichgewichte, Uteruserkrankungen (Endometritis), Ovarzysten, zu geringen Körperfettanteil oder chronischen Stress entstehen. Bei Hengsten sind häufige Ursachen eine schlechte Samenqualität, hormonelle Störungen, Infektionen oder nutritive Mängel.
Unterschied: Fruchtbarkeitsstörung vs. Dauerrosse vs. stille Rosse
Eine Fruchtbarkeitsstörung ist der Oberbegriff für alle Abweichungen vom normalen Reproduktionsgeschehen. Dauerrosse (persistierende Rosse) ist eine spezifische Form, bei der die Stute dauerhaft Rossesymptome zeigt ohne Ovulation. Stille Rosse bezeichnet das Gegenteil: Ovulation ohne äußerliche Rossesymptome. Alle drei Formen erfordern eine tierärztliche Diagnose per Ultraschall und Hormonmessung.
Kurz erklärt: Warum Fütterung die Reproduktion direkt beeinflusst
Der Körper des Pferdes priorisiert Energie und Nährstoffe nach einem klaren Muster: Lebenserhaltung kommt vor Reproduktion. Ein Pferd in schlechter Körperkondition, mit Nährstoffmangel oder unter chronischem Stress wird Reproduktionsfunktionen einschränken oder ganz einstellen. Eine optimale Nährstoffversorgung schafft die Grundlage dafür, dass der Körper die notwendigen Ressourcen für eine erfolgreiche Reproduktion bereitstellen kann.
Warum ist die richtige Fütterung bei Fruchtbarkeitsstörungen so wichtig?
Fütterung ist keine direkte Fertilitätstherapie – aber sie schafft oder verhindert die körperlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Reproduktion.
- Körperkondition optimieren: Zu dünne und zu dicke Stuten haben häufiger Fruchtbarkeitsprobleme
- Hormonhaushalt unterstützen: Omega-3-Fettsäuren zeigen positive Effekte auf reproduktive Parameter
- Stressbelastung reduzieren: Strukturierte Fütterung reduziert metabolischen Stress
- Mikronährstoffe sichern: Vitamin E, Selen, Zink und B-Vitamine sind an der Hormonsynthese beteiligt
- Samenqualität beim Hengst unterstützen: Vitamin E, Selen und Omega-3-Fettsäuren sind für die Spermienqualität relevant
Wirtschaftliche Vorteile für Züchter
Jede nicht eingetretene Trächtigkeit kostet Zeit, Geld und Aufwand. Eine optimale Fütterung der Zuchttiere ist die kosteneffektivste Investition in den Zuchterfolg.
Vorteile einer reproduktionsunterstützenden Fütterung auf einen Blick
- Optimale Körperkondition als Basis für eine erfolgreiche Trächtigkeit
- Unterstützung des Hormonsystems durch gezielte Mikronährstoffe
- Positive Effekte auf reproduktive Parameter durch Omega-3-Fettsäuren
- Stärkung des Immunsystems für eine gesunde Trächtigkeit
- Unterstützung der Samenqualität beim Hengst
- Geeignet für Zuchtstuten und Hengste
Welche Arten von Fruchtbarkeitsstörungen gibt es beim Pferd?
Fruchtbarkeitsstörungen bei der Stute
Anovulation: Ausbleiben der Ovulation trotz Rossesymptomen – häufig durch hormonelle Störungen oder schlechte Körperkondition.
Endometritis: Entzündung der Gebärmutterschleimhaut – häufigste Ursache für Umrossen und Frühaborte. Kann akut (infektiös) oder chronisch (degenerativ) sein.
Ovarialzysten: Follikelzysten oder Lutealzysten auf einem oder beiden Ovarien – stören den normalen Zyklus erheblich.
Dauerrosse / persistierende Rosse: Dauerhaftes Rosseverhalten ohne Ovulation – häufig durch persistierende Follikel.
Embryonaler Frühtod: Einnistung des Embryos, aber früher Verlust vor Feststellung der Trächtigkeit – häufig durch hormonelle Unzulänglichkeiten oder Immunreaktionen.
Frühaborte: Verlust der Trächtigkeit nach gesicherter Diagnose – häufige Ursachen sind Infektionen (EHV-1), hormonelle Störungen oder Plazentainsuffizienz.
Fruchtbarkeitsstörungen beim Hengst
Schlechte Samenqualität: Reduzierte Motilität, Morphologie oder Konzentration der Spermien – beeinflusst durch Ernährung, Stress, Hitze oder Infektionen.
Libidoverlust: Reduzierte Decklust – häufig durch Stress, Überarbeitung oder hormonelle Störungen.
Fruchtbarkeitsstörungen nach Ursache
Ernährungsbedingte Fruchtbarkeitsstörungen: Untergewicht, Übergewicht, Nährstoffmangel oder ein zu geringer Körperfettanteil bei der Stute können die Reproduktionsfunktion direkt hemmen.
Hormonell bedingte Fruchtbarkeitsstörungen: Ungleichgewichte der Geschlechtshormone, PPID oder EMS können die Fruchtbarkeit beeinflussen.
Infektiöse Fruchtbarkeitsstörungen: Bakterielle Infektionen des Uterus (Endometritis) oder virale Infektionen (EHV) erfordern tierärztliche Behandlung.
Welche Inhaltsstoffe sollte man bei Fruchtbarkeitsstörungen meiden?
- Phytoöstrogene in großen Mengen: Rotklee und andere Leguminosen können den Hormonhaushalt beeinflussen
- Zu viel Stärke und Zucker: Können Insulinresistenz und hormonelle Dysbalancen begünstigen
- Untergewicht durch Mangelernährung: Der Körper stellt Reproduktionsfunktionen bei Energiemangel ein
- Mykotoxinbelastetes Futter: Belastet den gesamten Hormonstoffwechsel
Welche Inhaltsstoffe unterstützen die Reproduktion?
- Omega-3-Fettsäuren (Leinöl): Zeigen in Studien positive Effekte auf reproduktive Parameter bei Stuten und Hengsten
- Vitamin E: Wichtig für die Reproduktionsgesundheit – schützt Zellen vor oxidativem Stress
- Selen: In korrekter Dosierung antioxidativ und reproduktionsrelevant
- Zink: An der Synthese von Reproduktionshormonen beteiligt
- B-Vitamine: Wichtige Cofaktoren im Hormonstoffwechsel
- Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): Traditionell eingesetztes Pflanzenpräparat zur Unterstützung des Hormonsystems (Dopingrelevanz im Sport beachten)
- Hochwertiges Protein: Für die Hormonsynthese und Körperkondition
Wie erkenne ich Fruchtbarkeitsstörungen bei meiner Stute?
- Ausbleibende oder unregelmäßige Rosse
- Wiederholt kein Eintritt einer Trächtigkeit trotz Bedeckung
- Dauerrosse – anhaltende Rossesymptome ohne Ovulation
- Häufige Frühaborte oder embryonaler Frühtod
- Schlechte Körperkondition trotz ausreichender Fütterung
- Veränderungen im Verhalten – Aggressivität, Reizbarkeit
Tierärztliche Untersuchung per Ultraschall und Hormonmessung ist der erste Schritt zur Diagnose.
Was sollte ich beim Kauf von Produkten bei Fruchtbarkeitsstörungen beachten?
- Tierärztliche Diagnose zuerst: Ursache abklären, bevor Ergänzungen eingesetzt werden
- Omega-3-Quellen: Leinöl als gut untersuchte Basis
- Vitamin E & Selen: In korrekter Dosierung – nie überdosieren
- Mönchspfeffer: Nur außerhalb des Turniersports und in Absprache mit dem Tierarzt
- Körperkondition überwachen: BCS (Body Condition Score) regelmäßig kontrollieren
Pflege & Management bei Fruchtbarkeitsstörungen
Stressreduktion ist neben der Fütterung der wichtigste Faktor. Stabile Herdenstrukturen, ausreichend Sozialkontakt, feste Fütterungszeiten und die Vermeidung häufiger Stallwechsel unterstützen das Hormonsystem. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen per Ultraschall sind während der Zuchtsaison unverzichtbar.
Kaufberatung: Die richtigen Produkte bei Fruchtbarkeitsstörungen
Nach Preis
Einstieg & Basis: Leinöl und eine ausgewogene Vitamin-E-Selen-Versorgung als Grundlage.
Mittelklasse: Speziell entwickelte Zuchtstuten-Präparate mit Omega-3, Vitamin E, Zink und B-Vitaminen.
Profi- & Premiumlösungen: Individuell abgestimmte Konzepte unter tierärztlicher Begleitung mit regelmäßigen Ultraschallkontrollen.
Nach Marke
STRÖH bietet Produkte für Zuchtstuten und Hengste von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration.
Nach Kategorie
Bestseller: Bewährte Omega-3-Präparate und Zuchtstutensupplemente
Neuheiten: Innovative Reproduktionspräparate mit modernen Wirkstoffkombinationen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Zuchtstuten, Hengste und Pferde mit hormonellen Störungen
Häufige Fragen (FAQ) zu Fruchtbarkeitsstörungen beim Pferd
Kann Fütterung die Fruchtbarkeit direkt verbessern?
Fütterung schafft die körperlichen Voraussetzungen – sie kann Mängel beheben und die Grundlage für einen regulären Zyklus verbessern. Sie ersetzt aber keine tierärztliche Therapie bei strukturellen oder infektiösen Ursachen.
Welchen BCS sollte eine Zuchtstute haben?
Ein Body Condition Score von 5–6 auf der 9-Punkte-Skala gilt als ideal für Zuchtstuten. Zu dünne (BCS unter 4) und zu dicke Stuten (BCS über 7) haben häufiger Fruchtbarkeitsprobleme.
Beeinflusst Omega-3 die Samenqualität beim Hengst?
Studien zeigen positive Effekte von DHA (eine Omega-3-Fettsäure) auf Spermienqualität und -motilität beim Pferd. Leinöl enthält ALA, das im Körper teilweise in DHA umgewandelt wird.
Wann sollte ich mit der Fütterungsoptimierung vor der Zuchtsaison beginnen?
Mindestens 8–12 Wochen vor Beginn der Zuchtsaison – damit ausreichend Zeit für eine Verbesserung der Körperkondition und der Nährstoffversorgung bleibt.
Infothek & Ratgeber
- Zuchtstuten richtig füttern: Nährstoffbedarf in verschiedenen Phasen
- Fruchtbarkeit und Körperkondition: Warum BCS so wichtig ist
- Omega-3 und Reproduktion: Was die Forschung sagt
- Endometritis beim Pferd: Ursachen, Diagnose und Behandlung
- Fachartikel & Studien: Aktuelle Erkenntnisse zu Fruchtbarkeit und Ernährung
Service & Beratung
Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung für optimale Zuchtergebnisse.
- Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Auswahl reproduktionsunterstützender Produkte
- Ergänzungsmittel & Zubehör: Alles rund um Zuchtstutenfütterung und Reproduktionsgesundheit
- Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Viele Züchter berichten, wie sich eine optimierte Fütterung der Zuchtstuten – besonders durch Omega-3-Fettsäuren und eine ausgewogene Mikronährstoffversorgung – positiv auf den Zuchterfolg ausgewirkt hat. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.
Sicherheitshinweis: Fruchtbarkeitsstörungen müssen tierärztlich diagnostiziert werden. Mönchspfeffer ist im Turniersport dopingrelevant. STRÖH-Produkte unterstützen die Reproduktionsgesundheit gezielt – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.




