Dauerrosse bei Pferden
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Dauerrosse beim Pferd – Hormonhaushalt verstehen, gezielt unterstützen
Was ist Dauerrosse beim Pferd?
Definition & Ursachen
Dauerrosse – auch als persistierende Rosse oder permanente Rosse bezeichnet – beschreiben einen Zustand, bei dem eine Stute dauerhaft oder ungewöhnlich häufig Rossesymptome zeigt, ohne dass ein normaler Zyklus mit Ovulation und anschließender Ruhephase stattfindet. Ursachen können vielfältig sein: hormonelle Ungleichgewichte, persistierende Gelbkörper oder Follikel auf dem Ovar, zystische Ovarveränderungen, Stressbelastung, ein zu niedriger Körperfettanteil, Mangelernährung sowie bestimmte Erkrankungen wie PPID.
Unterschied: normale Rosse vs. Dauerrosse vs. stille Rosse
Eine normale Rosse ist ein physiologischer, zyklischer Vorgang. Dauerrosse ist durch das dauerhafte Ausbleiben dieser Regulation gekennzeichnet. Die stille Rosse beschreibt das Gegenteil: Die Stute ovuliert, zeigt aber kaum äußerliche Symptome. Eine tierärztliche Diagnose per Ultraschall ist in allen Fällen notwendig.
Kurz erklärt: Warum der Hormonhaushalt so störungsanfällig ist
Das Hormonsystem der Stute ist ein komplexes Zusammenspiel aus Hypothalamus, Hypophyse, Ovarien und Gebärmutter. Stress, Mangelernährung oder eine unzureichende Mikronährstoffversorgung können dieses System aus dem Gleichgewicht bringen. Die Fütterung ist einer der Faktoren, die den Hormonhaushalt direkt beeinflussen können.
Warum ist die richtige Fütterung bei Dauerrosse so wichtig?
Die Fütterung kann die Ursache einer Dauerrosse nicht immer beseitigen – aber sie kann den Hormonhaushalt über eine ausgewogene Nährstoffversorgung stabilisieren und die körperlichen Voraussetzungen für einen regulären Zyklus verbessern.
- Körperkondition stabilisieren: Ein zu geringer Körperfettanteil kann die Hormonproduktion beeinflussen
- Hormonhaushalt unterstützen: Vitamine und Mineralstoffe sind an der Hormonsynthese beteiligt
- Stress reduzieren: Eine strukturierte, nährstoffreiche Ration reduziert Stressbelastungen
- Immunsystem stärken: Ein gut versorgtes Immunsystem bildet die Grundlage für stabile Körperfunktionen
- Omega-3-Fettsäuren: Zeigen in Studien positive Effekte auf reproduktive Parameter bei Stuten
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber und Züchter
Dauerrosse verhindern bei Zuchtstuten eine zuverlässige Trächtigkeit. Eine optimale Fütterung kann die Zuchtfähigkeit langfristig verbessern.
Vorteile einer hormonunterstützenden Fütterung auf einen Blick
- Ausgewogene Energieversorgung für eine stabile Körperkondition
- Gezielte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen für den Hormonstoffwechsel
- Reduktion von Stressbelastungen durch strukturierte Fütterungsroutine
- Unterstützung der allgemeinen Vitalität und Körperfunktion
- Ergänzend zu tierärztlicher Diagnose und Therapie
Welche Arten von Dauerrosse gibt es beim Pferd?
Dauerrosse nach Ursache
Hormonell bedingte Dauerrosse: Entsteht durch ein Ungleichgewicht der Geschlechtshormone. Häufig liegt ein persistierender Follikel oder Gelbkörper vor. Diagnose per Ultraschall und Hormonmessung.
Stressbedingte Dauerrosse: Chronischer Stress durch intensive sportliche Belastung, häufige Ortswechsel oder soziale Konflikte kann die Hypothalamus-Hypophysen-Achse stören.
Ernährungsbedingte Dauerrosse: Untergewicht oder ein zu geringer Körperfettanteil können den Zyklus stören. Der Körper der Stute „priorisiert" unter Mangelernährung das Überleben.
Saisonale Dauerrosse: Im Frühjahr wechseln viele Stuten vom Winteranöstrus in die aktive Zyklussaison – in dieser Übergangsphase können verlängerte, unregelmäßige Rossephasen auftreten, die sich im Laufe der Saison regulieren.
PPID-bedingte Dauerrosse: Bei älteren Stuten mit PPID kann die hormonelle Dysregulation auch den Zyklus beeinflussen.
Dauerrosse nach Symptomatik
Verhaltensbedingte Dauerrosse: Dauerhaftes Rosseverhalten, Harnlassen, Duldung des Hengstes, Schweifheben, Unruhe, Reizbarkeit und reduzierte Rittigkeit.
Stille Dauerrosse: Hormonelle Unregelmäßigkeiten ohne ausgeprägte äußere Symptome – nur durch tierärztliche Untersuchung erkennbar.
Dauerrosse nach Pferdetyp
Dauerrosse bei Sportstuten: Intensives Training und hoher Leistungsdruck sind häufige Auslöser. Eine stressreduzierende Fütterung kann unterstützend wirken.
Dauerrosse bei Zuchtstuten: Untergewicht sollte durch eine bedarfsgerechte Aufbaufütterung korrigiert werden.
Dauerrosse bei älteren Stuten: Bei älteren Stuten sollte immer eine PPID-Untersuchung erfolgen.
Welche Inhaltsstoffe können den Hormonhaushalt negativ beeinflussen?
- Hohe Zucker- und Stärkeanteile: Können hormonelle Dysbalancen verstärken
- Phytoöstrogene in großen Mengen: Rotklee enthält pflanzliche Östrogene, die den Zyklus beeinflussen können
- Unterversorgung mit Energie: Zu geringer Körperfettanteil hemmt die Hormonproduktion
- Mangelhafte Mikronährstoffversorgung: Beeinträchtigt die Hormonsynthese
- Mykotoxinbelastetes Futter: Belastet den gesamten Hormonstoffwechsel
Welche Inhaltsstoffe können den Hormonhaushalt unterstützen?
- Vitamin E: Wichtig für die allgemeine Zellgesundheit und reproduktives Gewebe
- Selen: In korrekter Dosierung antioxidativ wirksam
- Omega-3-Fettsäuren (Leinöl): Zeigen in Studien positive Effekte auf reproduktive Parameter
- B-Vitamine: Wichtige Cofaktoren im Hormonstoffwechsel
- Zink: An der Synthese von Reproduktionshormonen beteiligt
- Magnesium: Unterstützt die Nervenfunktion und kann Stressreaktionen dämpfen
- Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): Traditionell eingesetztes Pflanzenpräparat zur Unterstützung des Hormonsystems – in der Praxis weitverbreitet, wird wissenschaftlich weiter untersucht (Achtung: Dopingrelevanz im Sport prüfen)
- Hochwertiges Protein: Aminosäuren als Bausteine für die Hormonsynthese
Wie erkenne ich Dauerrosse bei meiner Stute?
- Dauerhaftes oder sehr häufig wiederkehrendes Rosseverhalten über mehrere Wochen
- Ständiges Harnlassen in kurzen Abständen, Schweifheben
- Starke Reizbarkeit, Aggressivität oder Unruhe
- Deutlich eingeschränkte Rittigkeit und Konzentrationsprobleme
- Abneigung gegen Berührungen am Bauch und Flankenbereich
- Unregelmäßiger oder ausbleibender Zyklus trotz normaler Rossesymptome
Was sollte ich beim Kauf von Ergänzungen bei Dauerrosse beachten?
- Tierärztliche Diagnose zuerst: Ursache abklären, bevor Ergänzungen eingesetzt werden
- Mönchspfeffer-Qualität: Auf ausreichende Wirkstoffkonzentration und vollständige Deklaration achten
- Dopingrelevanz prüfen: Bestimmte pflanzliche Wirkstoffe können im Turniersport relevant sein
- Omega-3-Quellen: Leinöl als tägliche Ergänzung
- Keine Überdosierung: Hormonwirksame Präparate immer in empfohlener Dosierung einsetzen
Pflege & Management bei Dauerrosse
Stressreduktion und ein stabiler, strukturierter Alltag sind wichtige Faktoren. Feste Herdenstrukturen, ausreichend Sozialkontakt, regelmäßige Bewegung und die Vermeidung häufiger Ortswechsel tragen zur Stabilisierung des Hormonsystems bei. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen per Ultraschall sind wichtig.
Kaufberatung: Das richtige Präparat bei Dauerrosse finden
Nach Preis
Einstieg & Basis: Leinöl und eine ausgewogene Grundversorgung mit Vitamin E und Zink – sofort umsetzbar.
Mittelklasse: Speziell entwickelte Rossepräparate mit Mönchspfeffer, B-Vitaminen und Mikronährstoffen.
Profi- & Premiumlösungen: Hochwertige Kombipräparate für Zuchtstuten und Sportpferde unter tierärztlicher Begleitung.
Nach Marke
STRÖH bietet Produkte von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration, hochwertigen pflanzlichen Rohwaren und praxiserprobten Rezepturen.
Nach Kategorie
Bestseller: Bewährte Mönchspfeffer-Präparate und Omega-3-Ergänzungen
Neuheiten: Innovative Hormonstabilisierungspräparate mit modernen Wirkstoffkombinationen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Sportstuten, Zuchtstuten und ältere Stuten mit Zyklusunregelmäßigkeiten
Häufige Fragen (FAQ) zu Dauerrosse beim Pferd
Kann Mönchspfeffer bei Dauerrosse wirklich helfen?
Mönchspfeffer wird traditionell zur Unterstützung eines ausgeglichenen Hormonsystems eingesetzt und ist bei vielen Stuten gut verträglich. Die wissenschaftliche Datenlage beim Pferd ist noch begrenzt – es wird weiterhin untersucht. Im Turniersport sind die Dopingbestimmungen zu beachten.
Ist Dauerrosse beim Pferd gefährlich?
In der Regel keine lebensbedrohliche Erkrankung, kann aber die Lebensqualität und Rittigkeit erheblich beeinträchtigen. Bei Zuchtstuten verhindert sie eine zuverlässige Trächtigkeit.
Kann eine falsche Fütterung Dauerrosse verursachen?
Eine falsche Fütterung allein ist selten die alleinige Ursache, kann aber ein begünstigender Faktor sein – besonders ein zu geringer Körperfettanteil oder eine unzureichende Mikronährstoffversorgung.
Beeinflusst die Jahreszeit die Dauerrosse?
Ja – Pferde sind saisonal polyöstrisch. Im Frühjahr beginnt die aktive Zyklussaison mit verlängerten Übergangszyklen, die als Dauerrosse wahrgenommen werden können – diese sind physiologisch und kein Krankheitsbefund.
Ist Dauerrosse im Turniersport ein Problem?
Ja – ausgeprägte Rossesymptome können Rittigkeit und Leistung erheblich beeinträchtigen. Neben der Fütterung gibt es tierärztliche Optionen zur Zyklussteuerung – immer in Absprache mit dem Tierarzt und unter Berücksichtigung der Dopingbestimmungen.
Infothek & Ratgeber
- Rossezyklus der Stute: Wie der normale Zyklus funktioniert und wann er gestört ist
- Mönchspfeffer für Pferde: Anwendung und worauf man beim Kauf achten sollte
- Hormondiagnostik beim Pferd: Welche Untersuchungen bei Zyklusstörungen sinnvoll sind
- Fütterung und Reproduktion: Wie Ernährung den Zyklus beeinflusst
- Fachartikel & Studien: Aktuelle Erkenntnisse zu Zyklusstörungen und Hormonstoffwechsel
Service & Beratung
Dauerrosse beschäftigt viele Pferdehalterinnen und Pferdehalter – besonders wenn die Rittigkeit leidet. Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung.
- Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Auswahl von Rossepräparaten
- Ergänzungsmittel & Zubehör: Alles rund um Hormonstabilisierung und Stutenpflege
- Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Viele Pferdehalterinnen berichten, wie sich das Verhalten ihrer Stuten durch den gezielten Einsatz von Mönchspfeffer und ausgewogene Mikronährstoffversorgung positiv verändert hat. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.
Sicherheitshinweis: Dauerrosse sollten immer tierärztlich abgeklärt werden. Mönchspfeffer und andere hormonwirksame Pflanzenpräparate sollten nur in empfohlener Dosierung und nach tierärztlicher Rücksprache eingesetzt werden. Im Turniersport sind die Dopingbestimmungen zu prüfen. STRÖH-Produkte unterstützen den Hormonstoffwechsel gezielt – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.




