Shivering bei Pferden
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Shivering bei Pferden
Was ist Shivering beim Pferd?
Shivering, auch bekannt als Zitterkrankheit, ist eine neuromuskuläre Störung bei Pferden. Sie äußert sich durch unkontrollierbare Muskelzuckungen, vor allem in der Hinterhand, die beim Hufauskratzen, Rückwärtsrichten oder Schmiedebesuchen auftreten. Die Krankheit ist fortschreitend und bislang nicht heilbar, jedoch oft schmerzfrei für das Pferd. Die genaue Ursache ist bisher unbekannt, jedoch werden neurologische, muskuläre und genetische Faktoren diskutiert.
Symptome von Shivering
Die Symptome von Shivering treten meist schleichend auf und verstärken sich im Laufe der Zeit. Typische Anzeichen sind:
- Zittern der Hinterbeine: Vor allem beim Hufauskratzen oder Rückwärtsrichten zeigt das Pferd unkontrollierte Muskelbewegungen.
- Ruckartiges Hochziehen der Beine: Ein Bein wird plötzlich krampfartig angehoben und langsam wieder abgesetzt.
- Hoher Muskeltonus: Eine verkrampfte Muskulatur, häufig auch eine auffällige Schweifhaltung.
- Zuckungen im Gesicht: In seltenen Fällen können auch Muskeln im Gesicht, wie Lippen und Ohren, betroffen sein.
- Probleme beim Schmied: Das Pferd weigert sich oft, Hufe zu heben oder längere Zeit auf drei Beinen zu stehen.
In stressigen Situationen wie beim Transport oder bei Tierarztbesuchen treten die Symptome verstärkt auf.
Ursachen von Shivering
Die genauen Ursachen von Shivering sind bis heute nicht abschließend geklärt. Folgende Faktoren werden als mögliche Auslöser diskutiert:
- Neurologische Störungen: Fehlfunktionen im Kleinhirn, das für Bewegungskoordination zuständig ist.
- Muskuläre Stoffwechselstörungen: Eine gestörte Nährstoffaufnahme und ein niedriger Glykogengehalt in den Muskeln könnten eine Rolle spielen.
- Genetische Veranlagung: Große, schwere Pferde wie Kaltblüter oder Sportpferde mit hohem Muskeltonus scheinen besonders anfällig zu sein.
- Traumata: Verletzungen oder Stürze in der Wachstumsphase könnten das Nervensystem beeinträchtigen.
- Nährstoffmangel: Besonders Mangel an Magnesium, Mangan, Vitamin E und B-Vitaminen wird als möglicher Auslöser betrachtet.
- Stress und Haltungsbedingungen: Stressige Lebensbedingungen und mangelnde Bewegung können die Symptome verschlimmern.
Prävention und Behandlung von Shivering
Da die Ursachen von Shivering noch nicht abschließend geklärt sind, gibt es keine sichere Prävention. Trotzdem kannst Du das Risiko durch folgende Maßnahmen minimieren:
- Ausgewogene Fütterung: Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem Magnesium, Mangan und Vitamin B.
- Artgerechte Haltung: Offenstallhaltung mit ausreichend Bewegungsfreiheit ist ideal.
- Stressvermeidung: Stressfaktoren wie häufige Transporte, enge Boxen und soziale Konflikte vermeiden.
- Regelmäßige tierärztliche Kontrolle: Früherkennung und gezielte Behandlungsansätze durch Tierärzte und Therapeuten.
Da Shivering als unheilbar gilt, konzentriert sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome:
- Physiotherapie und Massagen: Regelmäßige Behandlungen durch Therapeuten helfen, Verspannungen und Blockaden zu lösen.
- Training: Muskelaufbau durch sanftes Longieren, Bodenarbeit und gezielte Gymnastizierung.
- Haltung: Offenstall mit viel Bewegungsfreiheit und weicher, rutschfester Bodenbelag.
- Sedierung bei der Hufpflege: Wenn nötig, können Pferde zur Erleichterung des Beschlags oder bei tierärztlichen Untersuchungen sediert werden.
- Therapieansätze: In einigen Fällen helfen Magnetfeldtherapien, Wärmebehandlungen oder Akupunktur (wissenschaftlich nicht belegt, jedoch von Pferdehaltern empfohlen).
Wie kann ich mein Pferd bei Shivering unterstützen?
Durch eine umfassende Betreuung, gezielte Fütterung und eine optimale Haltung kannst Du Deinem Pferd trotz Shivering ein lebenswertes und aktives Leben ermöglichen. Eine angepasste Fütterung kann die Muskulatur stärken und den Stoffwechsel unterstützen:
- Grundversorgung:
- Qualitativ hochwertiges Heu: Staubfrei und frei von Schimmel, keine Silage wegen des hohen Säuregehalts.
- Getreidearmes Futter: Reduziere Stärke und Zucker, um Stoffwechselprobleme zu vermeiden.
- Hochwertige Öle: Lein- oder Hanföl liefern Energie und unterstützen die Muskelgesundheit.
- Nahrungsergänzungsmittel:
- Magnesium und Mangan: Unterstützen die Muskel- und Nervenfunktion.
- Vitamin E und Selen: Schützen die Muskulatur vor Zellschäden.
- B-Vitamine: Fördern den Muskelstoffwechsel und das Nervensystem.
- Aminosäuren: Lysin, Methionin und Threonin unterstützen den Muskelaufbau.
Unsere Fütterungsempfehlungen bei Shivering
- STRÖH Amino Power: Unser getreide- und melassefreies Ergänzungsfuttermittel versorgt die Muskeln mit allen essenziellen Aminosäuren für den Muskelaufbau. Ideal für Sportpferde, Jungpferde im Wachstum und leichtfuttrige Pferde.
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- Pavo NervControl: Immer die Nerven behalten! Pavo NervControl entspannt nervöse und schreckhafte Pferde auf natürliche Weise. Mit Magnesium und den Aminosäuren L-Tryptophan und Threonin.
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- STRÖH Hanföl: Eine wertvolle Unterstützung in allen Lebensphasen. Das Futteröl Hanföl hat einen besonders positiven Effekt auf die Haut und das Fell. Auch die Verdauung profitiert.
Futterberatung
Bei Fragen zum Thema Fütterung bei Shivering wende Dich gerne an unser Team. Bei uns stimmt nicht nur das Futtermittel-Sortiment, unsere Beratung in Sachen Pferdefütterung hat höchste Qualität. Unsere Futter-Experten stehen Dir per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung (Kontakt).




