Fütterung bei der Aufzucht: Jungpferde richtig ernähren

Die Aufzucht junger Pferde stellt für jeden Pferdehalter eine besondere Herausforderung dar, die weit über die tägliche Pflege hinausgeht. Eine durchdachte Fütterung bei der Aufzucht bildet die Grundlage für die lebenslange Gesundheit, Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des Pferdes. In den ersten Lebensjahren werden entscheidende Weichen für die Entwicklung des Skeletts, der Muskulatur, des Verdauungssystems und des Immunsystems gestellt. Fehler in dieser Phase lassen sich später kaum noch korrigieren und können zu dauerhaften Schäden führen. Dieser Leitfaden zeigt Dir, worauf es bei der Fütterung von Fohlen, Absetzern und Jungpferden wirklich ankommt.

Die ersten Lebenswochen: Muttermilch als Fundament

Die Stutenmilch ist in den ersten Lebensmonaten die wichtigste Nahrungsquelle für das Fohlen. Besonders das Kolostrum, die sogenannte Erstmilch, enthält lebenswichtige Antikörper, die das noch unreife Immunsystem des Fohlens stärken. Diese ersten Stunden nach der Geburt sind entscheidend für die Gesundheit des Neugeborenen.

Nährstoffzusammensetzung der Stutenmilch

Die Zusammensetzung der Stutenmilch verändert sich in den ersten Wochen kontinuierlich und passt sich den Bedürfnissen des wachsenden Fohlens an. In den ersten Tagen ist der Proteingehalt besonders hoch, während der Fettanteil vergleichsweise niedrig bleibt.

Wichtige Bestandteile der Stutenmilch:

  • Hochwertige Proteine für Muskel- und Gewebeaufbau

  • Laktose als Hauptenergielieferant

  • Essenzielle Fettsäuren für die Entwicklung des Nervensystems

  • Mineralien wie Kalzium und Phosphor für das Knochenwachstum

  • Vitamine, insbesondere A, D und E

  • Immunglobuline für die passive Immunisierung

Die natürliche Aufnahme von Muttermilch erfolgt häufig, etwa alle 30 Minuten saugt das Fohlen an der Stute. Diese regelmäßige Futteraufnahme entspricht dem sensiblen Verdauungssystem des Fohlens perfekt.

Was bereits vor der Geburt zählt: Die Stute optimal vorbereiten

Schon vor dem ersten Lebenstag des Fohlens beginnt alles mit der richtigen Fütterung der Stute. Bereits im Mutterleib werden dem ungeborenen Fohlen wichtige Nährstoffe zugeführt – die Versorgung der Zuchtstute ist also kein Nebenschauplatz, sondern der erste Schritt in der Aufzucht.

Pavo Podo®Lac ist ein Ergänzungsfuttermittel, das ab dem neunten Trächtigkeitsmonat und während der gesamten Säugezeit eingesetzt werden kann. Es liefert Magnesium, Kupfer, Zink und Mangan in organisch gebundener Form für eine starke Knochenentwicklung des ungeborenen Fohlens – und unterstützt gleichzeitig die Milchleistung der Stute durch Vitamin E und hochverdauliche Inhaltsstoffe. Wer ein Müsli bevorzugt, greift alternativ zum Pavo Podo®Lac Müsli.

Zufütterung bei Milchmangel

Produziert die Stute keine oder zu wenig Biestmilch – etwa bei Komplikationen unter der Geburt –, zählt jede Minute. Das Pavo SOS Fohlenpaket ist das Notfallpaket für genau diese Situation: Es enthält Kolostrum-Ersatz sowie Fohlenmilch und versorgt das Neugeborene mit lebenswichtigen Antikörpern, um die Abwehrkräfte zu stützen und das Durchfallrisiko zu senken. Idealerweise innerhalb von drei Stunden nach der Geburt einsetzen – und immer auf Vorrat im Stall haben, bevor es gebraucht wird.

Kuhmilch ist als Ersatz nicht geeignet. Für die weitere Aufzucht ohne Mutterstute empfehlen sich speziell entwickelte Fohlenmilchersatzprodukte – stets in Absprache mit dem Tierarzt.

Beikost und Festfutter: Der schrittweise Übergang

Ab der dritten Lebenswoche beginnt das Fohlen, sich für das Futter der Mutter zu interessieren. Dieser natürliche Prozess markiert den Beginn der Umstellung auf feste Nahrung. Die Fütterung bei der Aufzucht muss nun behutsam erweitert werden, um das Verdauungssystem nicht zu überfordern.

Einführung von Raufutter

Hochwertiges Heu bildet die Basis jeder gesunden Pferdefütterung und sollte dem Fohlen frühzeitig zur Verfügung stehen. Zunächst wird es das Heu nur beschnuppern und kleine Mengen probieren, doch diese frühe Gewöhnung ist wichtig für die Entwicklung der Darmflora.

Lebensalter

Heumenge pro Tag

Qualitätsmerkmale

2–4 Monate

0,5-1 kg

Weiches, staubfreies Heu

4–6 Monate

1-2 kg

Artenreiches Wiesenheu

6–12 Monate

3-5 kg

Bestes Qualitätsheu

Die Qualität des Raufutters ist entscheidend. Schimmeliges oder stark verstaubtes Heu kann bei jungen Pferden zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen. Für empfindliche Fohlen kann es sinnvoll sein, das Heu zu bedampfen, um Staub und Keime zu reduzieren.

Kraftfutter für Fohlen

Ab der vierten Lebenswoche kann mit einem speziell entwickelten Fohlenfutter begonnen werden. Pavo Podo®Start ist genau für diese frühe Phase konzipiert: Die kleinen 5-mm-Pellets sind nicht nur größenmäßig optimal auf das Fohlen abgestimmt, sondern liefern auch hochwertige Proteine mit essenziellen Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente für einen gesunden Start. Das enthaltene Magnesium festigt das Knochenskelett, während Kupfer, Zink und Mangan für ein ungestörtes Knochenwachstum sorgen.

Kriterien für hochwertiges Fohlenkraftfutter:

  • Proteingehalt von 14–16 Prozent

  • Ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis (1,5:1 bis 2:1)

  • Hochverdauliche Rohstoffe

  • Keine minderwertigen Füllstoffe

  • Ausreichend Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen

Die Futtermenge muss individuell an das Fohlen angepasst werden. Ein zu schnelles Wachstum durch Überfütterung kann zu orthopädischen Problemen führen, während eine Unterversorgung Entwicklungsverzögerungen verursacht.

Wer lieber ein vollwertiges Müsli einsetzt, ist mit dem Pavo Podo®Junior gut beraten: Es kann ebenfalls ab der dritten Lebenswoche bis zum dritten Lebensjahr eingesetzt werden und unterstützt durch eine Mischung aus Fetten, Fasern und gepufftem Getreide ein gleichmäßiges Wachstum bei langsamer Energiefreisetzung – eine wichtige Eigenschaft, um das Risiko von Gelenkproblemen wie OC und OCD zu minimieren.

Das Absetzen: eine kritische Phase

Das Absetzen vom Muttertier erfolgt üblicherweise zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensmonat. Diese Phase ist für das Fohlen mit erheblichem Stress verbunden und erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Fütterung.

Vorbereitung auf das Absetzen

Bereits einige Wochen vor dem geplanten Absetztermin sollte das Fohlen gut an Kraftfutter gewöhnt sein und ausreichende Mengen an Raufutter aufnehmen. Dies erleichtert die Umstellung und minimiert den Stress.

Die schrittweise Reduzierung der Milchaufnahme durch kontrollierte Trennung von der Stute kann den Prozess sanfter gestalten. Manche Züchter setzen auch auf das gemeinsame Absetzen mehrerer Fohlen, damit die Jungtiere nicht isoliert sind.

Fütterung nach dem Absetzen

Nach dem Absetzen steigt der Bedarf an hochwertigem Kraftfutter. Die Versorgung mit essenziellen Nährstoffen muss nun vollständig über die Futterration sichergestellt werden.

Tägliche Futterration für Absetzer (6–12 Monate):

  • Raufutter (Heu): 1,5–2 kg pro 100 kg Körpergewicht

  • Kraftfutter: 0,5–1 kg pro 100 kg Körpergewicht

  • Frisches Wasser ad libitum

  • Mineralfutter nach Bedarf

Die Futtermenge sollte auf mindestens drei Mahlzeiten pro Tag verteilt werden, um das Verdauungssystem zu entlasten. Regelmäßige Gewichtskontrollen helfen dabei, die Fütterung optimal anzupassen und Über- oder Untergewicht frühzeitig zu erkennen.

Jährlinge und Zweijährige: Ausbalanciertes Wachstum

Im zweiten und dritten Lebensjahr verlangsamt sich das Wachstum, bleibt aber weiterhin bedeutend. Die Fütterung von Jährlingen und Jungpferden erfordert ein sensibles Gleichgewicht zwischen Energie- und Nährstoffversorgung. Ein häufiger Fehler ist die Überfütterung, die zu orthopädischen Problemen wie Osteochondrose führen kann.

Nährstoffbedarf in der Wachstumsphase

Jungpferde benötigen weiterhin erhöhte Mengen an Protein, Mineralien und Vitaminen. Allerdings sollte die Energiezufuhr moderater sein als in den ersten Lebensmonaten, um ein kontrolliertes Wachstum zu gewährleisten.

Nährstoff

Bedarf Jährlinge

Bedarf Zweijährige

Funktion

Rohprotein

12-14%

10-12%

Muskelaufbau, Gewebebildung

Lysin

0,6-0,7%

0,5-0,6%

Essenzielle Aminosäure

Kalzium

0,6-0,7%

0,5-0,6%

Knochenentwicklung

Phosphor

0,35-0,4%

0,3-0,35%

Skelettbildung

Vitamin A

30-40 IE/kg KG

25-35 IE/kg KG

Wachstum, Immunsystem

Die Versorgung mit Spurenelementen ist besonders wichtig für die Entwicklung von Knorpel und Knochen. Zink, Kupfer und Mangan spielen eine zentrale Rolle bei der Kollagenbildung und der Skelettentwicklung.

Speziell für Pferde vom achten bis zum dreißigsten Lebensmonat entwickelt, übernimmt Pavo Podo®Grow die Versorgung in dieser wichtigen Wachstumsphase. Es ist reich an essenziellen Aminosäuren für den Muskelaufbau, unterstützt die Aushärtung der Knochen und verbessert die Versorgung von Sehnen und Gelenken – mit einem optimal abgestimmten Verhältnis von Kalzium, Magnesium und Phosphor. So wird die Basis für ein starkes Knochengerüst in späteren Jahren gelegt.

Weidegang und Bewegung

Neben der richtigen Fütterung ist ausreichend Bewegung essenziell für eine gesunde Entwicklung. Weidegang fördert nicht nur die Muskulatur, sondern auch die soziale Kompetenz und das psychische Wohlbefinden junger Pferde.

Das Gras auf der Weide liefert im Frühjahr und Sommer wichtige Nährstoffe, muss aber bei der Futterration berücksichtigt werden. Bei sehr energiereichem Gras sollte die Kraftfuttermenge reduziert werden, um Übergewicht zu vermeiden.

Bei der individuellen Zusammenstellung der Futterration für Jungpferde können moderne Tools wie der Feedscanner wertvolle Unterstützung bieten. Mit verschiedenen Pferdefuttermitteln und der Berücksichtigung von mehr als 1200 Inhaltsstoffen ermöglicht dieses System eine präzise Auswahl passender Produkte für die spezifischen Bedürfnisse in der Aufzucht.

Mineralisierung: Das Fundament für gesunde Knochen

Die ausreichende Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen ist in der Fütterung und Aufzucht von zentraler Bedeutung. Mangelerscheinungen in der Wachstumsphase können zu irreversiblen Schäden am Skelett führen.

Kalzium und Phosphor

Das richtige Verhältnis von Kalzium zu Phosphor ist entscheidend für die Knochenentwicklung. Ein Überschuss an Phosphor kann die Kalziumaufnahme behindern und zu Wachstumsstörungen führen. Das ideale Verhältnis liegt bei 1,5:1 bis 2:1 zugunsten von Kalzium.

Natürliche Kalziumquellen:

  • Luzerneheu

  • Kalksteinmehl

  • Algenkalk

  • Qualitätswiesenheu

Phosphor ist in den meisten Futtermitteln ausreichend vorhanden, sodass eine zusätzliche Supplementierung selten notwendig ist. Getreide und Kraftfutter enthalten natürlicherweise relevante Mengen an Phosphor.

Spurenelemente für die Entwicklung

Kupfer und Zink sind essenziell für die Bildung von Bindegewebe und Knorpel. Ein Mangel kann zu Entwicklungsstörungen des Skeletts führen, die als Osteochondrosis dissecans (OCD) bekannt sind.

Selen und Vitamin E wirken als Antioxidantien und schützen die Zellen vor oxidativem Stress. Eine Unterversorgung kann zu Muskelschwäche und Immunschwäche führen. Allerdings ist bei Selen Vorsicht geboten, da bereits geringe Überdosierungen toxisch wirken können.

Mineralfutter gezielt ergänzen

Wenn Jungpferde gut mit Energie versorgt sind, aber eine gezielte Mineralstoffergänzung benötigen – etwa bei Übergewichtsneigung oder wenn die Kraftfuttermenge unterhalb der Empfehlung liegt – ist Pavo Podo®Care die richtige Wahl. Das weizenfrei formulierte Ergänzungsfuttermittel liefert Phosphor, Magnesium, Kalzium und Vitamin D in einem optimal aufeinander abgestimmten Verhältnis – ohne zusätzliche Energie oder Protein. Es kann von der dritten Lebenswoche bis zum 30. Lebensmonat eingesetzt werden und eignet sich ebenso für Zuchtstuten in den letzten Trächtigkeitsmonaten, wenn kein Pavo Podo®Lac gefüttert wird.

Spezielle Herausforderungen in der Aufzucht

Nicht alle Jungpferde entwickeln sich problemlos. Verschiedene Faktoren können die Fütterung und Aufzucht erschweren und erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Langsame Fresser und Kümmerer

Manche Fohlen nehmen langsamer zu als ihre Altersgenossen. Die Ursachen können vielfältig sein, von Parasiten über Zahnprobleme bis zu unentdeckten Erkrankungen. Eine tierärztliche Untersuchung ist in solchen Fällen unerlässlich.

Für langsame Fresser kann es hilfreich sein, die Kraftfuttermenge auf mehr Mahlzeiten zu verteilen und besonders schmackhafte, hochverdauliche Futtermittel einzusetzen. Auch die Fütterung in ruhiger Umgebung, getrennt von dominanten Artgenossen, kann die Futteraufnahme verbessern.

Entwicklungsorthopädische Erkrankungen

Erkrankungen wie Osteochondrose, Knochenzysten oder Gelenkchips treten häufig bei zu schnell wachsenden Fohlen auf. Die Kombination aus genetischer Veranlagung, Fütterungsfehlern und mangelnder Bewegung erhöht das Risiko.

Präventionsmaßnahmen:

  • Kontrolliertes Wachstum durch angepasste Fütterung

  • Vermeidung von Übergewicht

  • Ausreichend Bewegung auf geeignetem Untergrund

  • Optimale Mineralstoffversorgung

  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen

Eine zu energiereiche Fütterung sollte unbedingt vermieden werden. Studien zeigen, dass ein moderates, gleichmäßiges Wachstum das Risiko für orthopädische Probleme deutlich reduziert.

Praktische Fütterungsstrategien

Die Umsetzung einer optimalen Fütterung und Aufzucht im Stallalltag erfordert Organisation und Konsequenz. Einige bewährte Strategien können die Arbeit erleichtern und die Ergebnisse verbessern.

Fütterungsplan erstellen

Ein strukturierter Fütterungsplan hilft dabei, alle Nährstoffbedürfnisse zu erfüllen und Fütterungsfehler zu vermeiden. Der Plan sollte folgende Informationen enthalten:

Komponenten eines Fütterungsplans:

  1. Aktuelles Gewicht und Alter des Jungpferdes

  2. Täglicher Gesamtfutterbedarf

  3. Aufteilung auf Rau- und Kraftfutter

  4. Anzahl und Zeitpunkte der Mahlzeiten

  5. Ergänzungsfuttermittel und Dosierung

  6. Anpassungen bei Weidegang

Der Plan sollte regelmäßig, mindestens alle vier Wochen, überprüft und an die Entwicklung des Pferdes angepasst werden. Gewichtsveränderungen, Verhaltensänderungen oder gesundheitliche Probleme erfordern zeitnahe Korrekturen.

Futterumstellungen richtig durchführen

Jede Futterumstellung muss schrittweise über mindestens eine Woche erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Das Verdauungssystem junger Pferde ist besonders empfindlich gegenüber abrupten Veränderungen.

Bei der Umstellung wird das neue Futter schrittweise dem alten beigemischt, während der Anteil des alten Futters kontinuierlich reduziert wird. Diese Vorgehensweise gibt der Darmflora Zeit, sich auf die neuen Futtermittel einzustellen.

Futterhygiene und Lagerung

Die Qualität des Futters kann nur erhalten bleiben, wenn es korrekt gelagert wird. Kraftfutter sollte trocken, kühl und vor Nagetieren geschützt aufbewahrt werden. Heu muss gut belüftet und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden.

Futterreste in Trögen und Krippen sollten täglich entfernt werden, um Schimmelbildung und Verderb zu verhindern. Wasserquellen müssen sauber gehalten und regelmäßig gereinigt werden.

Saisonale Anpassungen der Fütterung

Die Fütterung und Aufzucht muss auch saisonalen Schwankungen Rechnung tragen. Im Sommer steht meist frisches Gras zur Verfügung, während im Winter die gesamte Futterration über konserviertes Futter erfolgen muss.

Sommerfütterung mit Weidegang

Während der Weidesaison deckt das frische Gras einen großen Teil des Nährstoffbedarfs. Der hohe Wassergehalt und die gute Verdaulichkeit machen es zu einem wertvollen Futtermittel. Allerdings schwankt der Nährstoffgehalt je nach Wachstumsstadium der Pflanzen erheblich.

Im Frühjahr, wenn das Gras besonders energiereich ist, muss die Kraftfuttergabe oft reduziert werden. Ein zu hoher Energieüberschuss kann zu Übergewicht und Stoffwechselproblemen führen. Bei Risikopferden kann eine stundenweise Weidehaltung sinnvoll sein.

Wer in dieser Phase weiterhin eine gezielte Mineralstoffversorgung sicherstellen möchte, ohne unnötig Energie zuzufüttern, kann auf Pavo Podo®Care zurückgreifen – es lässt sich flexibel als reine Mineralergänzung einsetzen, unabhängig davon, wie viel Kraftfutter das Jungpferd gerade bekommt.

Winterfütterung

Im Winter muss die gesamte Energie- und Nährstoffversorgung über Heu und Kraftfutter erfolgen. Der erhöhte Energiebedarf zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur muss berücksichtigt werden.

Winterfütterung für Jungpferde:

  • Erhöhte Heumenge für Wärmeproduktion

  • Qualitativ hochwertiges, energiereiches Heu

  • Angepasste Kraftfuttermenge

  • Zusätzliche Mineralien bei Bedarf

  • Ausreichend Wasser (auch bei Frost)

Die Wasserversorgung ist im Winter besonders wichtig, wird aber oft unterschätzt. Jungpferde müssen jederzeit Zugang zu frischem, nicht gefrorenem Wasser haben.

Überwachung und Anpassung

Eine erfolgreiche Fütterung und Aufzucht erfordert kontinuierliche Überwachung und flexible Anpassung. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Gewichtsentwicklung dokumentieren

Das regelmäßige Wiegen oder die Messung des Brustumfangs liefern objektive Daten über die Entwicklung des Jungpferdes. Ein Maßband zur Bestimmung des Gewichts anhand von Körpermaßen ist eine praktische Alternative zur Waage.

Idealerweise sollte die Gewichtsentwicklung monatlich dokumentiert werden. Abweichungen von der erwarteten Wachstumskurve erfordern eine Überprüfung der Futterration und gegebenenfalls tierärztliche Beratung.

Körperkondition beurteilen

Neben dem Gewicht ist die Beurteilung der Körperkondition wichtig. Der Body Condition Score (BCS) hilft dabei, den Ernährungszustand objektiv zu bewerten. Bei Jungpferden wird ein BCS von 5–6 auf einer Skala von 1–9 angestrebt.

Zu magere Pferde zeigen deutlich sichtbare Rippen und Hüftknochen, während übergewichtige Jungpferde Fettablagerungen am Hals, an der Schulter und über der Kruppe aufweisen. Beide Extreme sollten vermieden werden.

Zusammenarbeit mit Experten

Die Zusammenarbeit mit Tierärzten, Fütterungsberatern und erfahrenen Züchtern ist wertvoll. Bei komplexen Fragen zur Fütterung und Aufzucht oder gesundheitlichen Problemen sollte professioneller Rat eingeholt werden.

Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, einschließlich Blutbildkontrollen, können Mangelerscheinungen aufdecken, bevor sie zu sichtbaren Problemen führen. Auch die Beurteilung der Zahngesundheit sollte nicht vernachlässigt werden, da Zahnprobleme die Futteraufnahme erheblich beeinträchtigen können.

Langfristige Perspektive

Die Investition in eine optimale Fütterung und Aufzucht zahlt sich langfristig aus. Pferde, die in den ersten Lebensjahren bedarfsgerecht ernährt wurden, entwickeln sich zu gesunden, leistungsfähigen Sportpartnern mit geringerer Anfälligkeit für Erkrankungen.

Die Grundlagen für eine lebenslange Gesundheit werden in der Aufzuchtphase gelegt. Knochen, Sehnen, Bänder und das Verdauungssystem entwickeln sich nur einmal. Fehler in dieser Phase lassen sich später nicht mehr vollständig korrigieren.

Eine durchdachte Fütterungsstrategie berücksichtigt nicht nur die aktuellen Bedürfnisse, sondern auch die zukünftige Nutzung des Pferdes. Ein Sportpferd hat andere Anforderungen als ein Freizeitpferd, doch die Basis für beide wird in der Aufzucht geschaffen.


Die optimale Fütterung und Aufzucht sind eine komplexe Aufgabe, die Wissen, Erfahrung und Aufmerksamkeit erfordert. Mit der richtigen Strategie legst Du den Grundstein für ein langes, gesundes Pferdeleben. STRÖH E-Commerce GmbH unterstützt Dich mit hochwertigen Futtermitteln, innovativen Tools und kompetenter Beratung bei der Aufzucht Deiner Jungpferde. Profitiere von unserer Expertise und entdecke unser umfassendes Sortiment für eine bedarfsgerechte Pferdeernährung.

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