Zur besonderen Ernährung/Pflege bei

Herpes, EVH-1 bei Pferden

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Herpes (EVH-1)

Insgesamt gibt es neun Herpesviren, von denen das Equine Herpesvirus EHV1 eines von den fünf schwerwiegensten Herpesviren ist. EHV1 kann lebensbedrohliche Erkankungen, wie schwere Atemwegsinfekte mit hohem Fieber, Virusabort oder eine spinale Ataxie, auslösen. Das EHV1 wird über Tröpcheninfektion übertragen und ist höchst ansteckend. Besonders lebensbedrohend ist dieser Equine Herpesvirus EHV1 für junge, alte und immunschwache Pferde. Da das Virus auch an Kleidung und Händen haftet, kann der Mensch auch Überträger sein. Viele Pferde entwickeln direkt nach der Infektion hohes Fieber als Abwehr. Bei geimpften Pferden fällt diese Reaktion oftmals milder aus. Sind die Atemwege infiziert kann das EHV1-Virus in die Blutbahn gelangen und von dort aus in das Rückenmark, weshalb es zu spinaler Ataxie oder bei tragenden Stuten zu Abort kommen kann. 

Die Infektion kann mit einem Herpes Schnelltest oder über ein Blutbild vom Tierarzt nachgewiesen werden. Schon bei dem geringsten Verdacht einer Infektion sollten die Pferde in Quarantäne kommen. 

Behandlung von Herpes

Die Eindämmung der Infektion steht im Vordergrund. Erkrankte Pferde müssen umgehend separiert werden. Bei eventuell infizierten Pferden sollte mindestens zweimal am Tag Fieber gemessen werden. Nach dem Kontakt mit einem infizierten Pferd sollten die Hände und die Kleidung desinfiziert werden. Dies gilt auch für Gerätschaften, wie Mistgabeln und Schubkarren. 

Umliegende Reitanlagen sowie behandelnde Tierärzte, Hufschmiede und die am nähesten gelegende Tierklinik müssen über die Infektion informiert werden. 

Das Pferd bei Herpes mit Futter unterstützen

Die Pferde sollten einen freien Zugang zum Heu haben. Da es bei infizierten Pferden zu schweren neuronalen Schluckbeschwrden kommen kann, sollten Heucobs und Mash parat stehen. Wichtig ist, dass das Pferd genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, damit es nicht dehydriert. Über einen Salzleckstein kann die Aufnahme von Natrium und Chlorid garantiert werden, da hohes Fieber zu größerem Schweißverlust führen kann.

Auf ätherische Öle und Kräutermischungen sollte verzichtet werden, da diese die Nieren anregen. Durch Schädigungen am Rückenmark kann es zu Blasenfunktionsstörungen kommen. Der Harnfluss sollte dementsprechend nicht durch anregende Kräuter zusätzlich unterstützt werden. 

Ein hochwertiges Mineralfutter - STRÖH Organisch Mineral - und ein hochdosiertes Vitaminpräparat - Dr.Weyrauch Nr.17 Feuerstrahl - sollten während der Erkrankung gefüttert werden. Besonders Eisen, Zink, Mangan, Vitamin E, Vitamin C und Vitamin B können den Verlauf positiv beeinflussen.

Grundsätzlich müssen alle nutriven Unterstützungen bei EHV1-Infektionen mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden. 

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