
Manch einer rieb sich erstaunt die Augen: Kanadas Dressurteam – derzeit auf Europa-Tour trägt im Training konstant Helm. Zu sehen jüngst beim Internationalen Dressurfestival Lingen. Wenn`s nicht gerade um die Prüfungsvorbereitung, sondern um normales Training geht, sieht man die Damen im Sattel mit Reithelm. Eine gemeinsame Entscheidung des Teams, wie der Trainer Robert Dover (USA) bestätigt. Nach dem Unfall der amerikanischen Dressurreiterin Courtney King-Dye, die nur langsam wieder auf dem Wege des Besserung ist, beschlossen die Kanadierinnen, künftig immer einen Reithelm zu tragen, quasi als gutes Beispiel für andere. Sieht übrigens keineswegs befremdlich aus und selbst wenn es so wäre – Helme können schließlich Leben retten…..
Stattdessen verzichten die Lady`s durchaus mal auf Kandarre, Gerten und Sporen. Ebenfalls in Lingen gesehen. Hin und wieder „ohne“ hält Dover für eine wichtige Abwechslung. Mal abgesehen davon, dass ein guter Reiter ein gut gerittenes Pferd auch ohne das übliche Zubehör in Grand Prix-Lektionen ordentlich vorstellen können sollte, hinterließ diese Art Training einen erfrischenden Eindruck. „Ich denke das ist für die Pferde auch eine wichtige Abwechslung – mental und emotional,“ trägt Dover vor, der seit Oktober 2009 für das Training der kanadischen Championatskandidaten zuständig ist. Der neue Coach fiel in Lingen nicht nur durch seinen Redefluss auf, sondern präsentierte sich stets „wie aus dem Ei gepellt“. Vor allem aber redet Dover eben viel und lange.
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