Pferd und Hund erobern den Strand zurück
erschienen am 27.10.2011

Hundebesitzer und Reiter lieben die Küste im Herbst und Winter. Wo vor wenigen Wochen noch Strandkörbe standen und an besonders schönen Tagen Urlauber auf Handtüchern lagen, dürfen seit Anfang Oktober wieder Hunde und Pferde laufen. Die Strände der 185 Kilometer langen Ostsee-Küste sind seit dem 1. Oktober für Vierbeiner freigegeben. Während der Saison war der Ostseesand für Tiere tabu – Ausnahmen bildeteten die extra gekennzeichneten Hundestrände. Ein halbes Jahr lang – in einigen Gemeinden wie Timmendorfer Strand und Neustadt auch sieben Monate – gehören die Strände nun Mensch und Tier. Das Zusammenleben klappt zwar meistens, aber eben nicht immer reibungslos. Besonders Hundekot und Pferdeäpfel sorgen für Ärger. Bei den Städten und Gemeinden sind diese Probleme seit Jahren bekannt. So wurden zuletzt an den meisten Stränden Hundekotbeutelspender aufgestellt. Über Pferde gebe es nur selten Beschwerden, berichtet Bernd Friedrich, Ordnungsamtsleiter in Timmendorfer Strand. „Meistens geht es um Hunde. Gerade Menschen, die etwas ängstlich sind, ärgern sich über freilaufende Tiere.“ Die Reiter sind ebenfalls begeistert: „Jetzt in der Nachsaison, wenn Ruhe am Strand herrscht und viel Platz ist, macht es einen Riesenspaß, am Meer entlang auf dem Sandboden zu reiten.“
