Hautstörungen / Ekzeme bei Pferden
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Hautstörungen & Ekzeme beim Pferd – Ursachen verstehen, gezielt unterstützen
Was sind Hautstörungen und Ekzeme beim Pferd?
Definition & Erscheinungsformen
Hautstörungen und Ekzeme beim Pferd sind entzündliche Hauterkrankungen, die sich durch Juckreiz, Rötungen, Schuppenbildung, Krustenbildung, Haarverlust und in schweren Fällen durch nässende Wunden äußern. Der Begriff „Ekzem" bezeichnet im veterinärmedizinischen Kontext eine entzündliche, nicht ansteckende Hautreaktion, die häufig auf eine allergische oder immunologische Überreaktion zurückzuführen ist.
Ekzeme beim Pferd können akut auftreten oder chronisch verlaufen. Sie sind häufig zyklisch – treten in bestimmten Jahreszeiten besonders stark auf – und können sich über Jahre hinweg verschlechtern, wenn die Ursachen nicht konsequent adressiert werden. Betroffene Pferde leiden erheblich unter dem Juckreiz, der ihre Lebensqualität massiv einschränkt.
Unterschied: Ekzem vs. Hautinfektion vs. Allergie
Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die nicht direkt durch einen Infektionserreger verursacht wird – auch wenn bakterielle Sekundärinfektionen häufig hinzukommen. Eine Allergie (z. B. auf Insektenspeichel) ist der häufigste Auslöser von Ekzemen beim Pferd, aber nicht der einzige. Davon zu unterscheiden sind infektiöse Hauterkrankungen wie Dermatophilose oder Hautpilz, die spezifische Erreger als Ursache haben und gezielt behandelt werden müssen.
Kurz erklärt: Warum das Immunsystem so entscheidend ist
Bei allergischen Ekzemen liegt eine überschießende Reaktion des Immunsystems vor. Das Immunsystem reagiert auf an sich harmlose Auslöser (Insektenspeichel, Pollen, Futterbestandteile) mit einer intensiven Entzündungsreaktion in der Haut. Ziel ist es deshalb nicht nur, Symptome zu lindern, sondern das Immunsystem über eine optimierte Nährstoffversorgung in seiner Regulationsfähigkeit zu unterstützen.
Warum ist die richtige Fütterung bei Ekzemen so wichtig?
Bei allergischen Ekzemen spielen Nährstoffe eine doppelte Rolle: Sie stabilisieren die Hautbarriere, die als erste Schutzlinie gegen Auslöser dient, und beeinflussen über das Immunsystem die Stärke der Entzündungsreaktion. Eine gezielte Fütterung kann die Symptomintensität und die Häufigkeit von Schüben deutlich beeinflussen.
- Hautbarriere stärken: Zink und Biotin für eine intakte, belastbare Hornschicht
- Entzündungsreaktion modulieren: Omega-3-Fettsäuren unterstützen eine ausgewogene Immunantwort
- Hautregeneration fördern: Vitamin E, Selen und Aminosäuren für die Wundheilung
- Darmgesundheit als Basis: Eine gesunde Darmflora ist die Grundlage einer ausgereiften Immunregulation
- Futterallergene vermeiden: Sorgfältige Auswahl getreidearmer, additivarmer Rationen
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber
Ekzempferde erfordern intensivere Betreuung, teurere Ausrüstung (Ekzemdecken) und häufigere tierärztliche Behandlungen. Eine gezielte Fütterungsstrategie, die Schübe reduziert, spart langfristig Kosten und entlastet den Stallalltag erheblich.
Vorteile einer gezielten Fütterung bei Hautstörungen & Ekzemen auf einen Blick
- Stabilisierung der Hautbarriere als Schutz vor allergenen Auslösern
- Unterstützung einer ausgeglichenen Immunreaktion durch Omega-3-Fettsäuren
- Reduktion von Juckreiz und Entzündungsintensität
- Verbesserte Wundheilung nach Scheuerstellen und Sekundärinfektionen
- Langfristige Stabilisierung des Hautbilds über die Saison hinaus
Welche Arten von Hautstörungen und Ekzemen gibt es beim Pferd?
Insektenstich-Hypersensitivität (IBH) / Sommerekzem
Das häufigste Ekzem beim Pferd – eine allergische Überreaktion auf den Speichel von Gnitzen (Culicoides spp.), teilweise auch auf Kriebelmücken oder andere Insekten. Klassische Symptome: intensiver Juckreiz, Scheuern, Krustenbildung und Haarverlust, bevorzugt an Mähne, Schweif, Rücken und Bauch. Saisonale Häufung von Frühjahr bis Herbst.
Kontaktekzem
Ausgelöst durch direkten Hautkontakt mit Reizstoffen oder Allergenen: Sattelpads, Gummimaterialien, bestimmte Pflegemittel, Desinfektionsmittel oder Pflanzen. Das Ekzem tritt typischerweise an der Kontaktstelle auf und bessert sich, wenn der Auslöser entfernt wird.
Futterekzem / fütterungsbedingte Überreaktionen
Bestimmte Futterbestandteile – insbesondere bei überversorgter Ration (Eiweißüberschuss, zu hoher Zuckeranteil) oder bei echter Futterallergie – können Hautreaktionen auslösen. Diese treten oft großflächig auf und bessern sich nach Fütterungsumstellung.
Mauke (feuchtes und trockenes Ekzem der Fesselbeuge)
Eine chronische Hauterkrankung der Fesselbeuge, die durch Feuchtigkeit, Schmutz, mechanische Belastung und eine geschwächte Hautbarriere begünstigt wird. Unterschieden wird zwischen der feuchten Form (nässende Wunden, Krusten) und der trockenen Form (verdickte, schuppige Haut). Pferde mit starkem Fesselschmuck sind besonders häufig betroffen.
Chronisches Ekzem / wiederkehrende Hautstörungen
Pferde, bei denen Ekzeme immer wieder auftreten oder nie vollständig abheilen. Häufig liegt ein Zusammenspiel aus genetischer Prädisposition, dauerhafter Allergenexposition und einer geschwächten Immunregulation vor.
Welche Inhaltsstoffe sind bei Hautstörungen und Ekzemen besonders wertvoll?
- Omega-3-Fettsäuren (Leinöl): Unterstützen eine ausgewogene Entzündungsregulation der Haut – gut dokumentierte Wirkung bei entzündlichen Hauterkrankungen
- Zink: Stabilisiert die Hornschicht, unterstützt die Wundheilung und ist an der Immunregulation beteiligt
- Biotin: Stärkt die Barrierefunktion der Haut und reduziert Feuchtigkeitsverlust durch die Haut
- Vitamin E: Schützt Hautzellen vor oxidativem Stress und unterstützt die Immunregulation
- Selen: Verstärkt die antioxidative Wirkung von Vitamin E – wichtig bei chronischer Entzündungsbelastung
- Probiotika/Präbiotika: Eine gesunde Darmflora ist die Basis einer gut regulierten Immunantwort
- Histidin: Vorstufe des Histamins – eine gut balancierte Versorgung kann zur Regulierung allergischer Reaktionen beitragen
Wie erkenne ich Hautstörungen und Ekzeme beim Pferd?
- Intensiver Juckreiz – Pferd scheuert sich an allem, was erreichbar ist
- Haarverlust an typischen Stellen (Mähne, Schweif, Rücken, Bauch, Fesselbeuge)
- Krustenbildung, Schuppenbildung oder nässende Stellen
- Gerötete, verdickte oder aufgekratzte Haut
- Saisonales oder wiederkehrendes Auftreten der Symptome
- Deutliche Unruhe, Reizbarkeit oder Rittigkeitsprobleme durch Dauerjuckreiz
Was sollte ich beim Kauf von Präparaten bei Hautstörungen & Ekzemen beachten?
Omega-3 als Basis: Leinöl ist die erste und wichtigste Ergänzung bei allen entzündlichen Hautstörungen
Zink & Biotin kombinieren: Für maximale Unterstützung der Hautbarriere
Darmgesundheit mitdenken: Probiotika und Präbiotika als Grundlage der Immunregulation
Futterration prüfen: Eiweißüberschuss, hohen Zuckeranteil und unnötige Zusatzstoffe reduzieren
Keine Heilversprechen: Fütterungsergänzungen können unterstützen – sie ersetzen aber weder Allergenmanagement noch tierärztliche Therapie
Pflege & Management bei Hautstörungen & Ekzemen
Das Management von Ekzempferden ist immer multimodal: Allergenreduktion (Ekzemdecke, Insektenschutz, Stallhaltung in der Dämmerung), hautfreundliche äußere Pflege (sanfte Reinigung, keine aggressiven Mittel, gezielter Einsatz beruhigender Topika), angepasste Fütterung sowie – bei schweren Schüben – tierärztliche Behandlung. Die konsequente Vermeidung von Auslösern hat die größte Wirkung; die Fütterung unterstützt die Haut von innen.
Kaufberatung: Die richtigen Produkte bei Hautstörungen & Ekzemen
Nach Preis
Einstieg & Basis: Leinöl und ein Zink-Biotin-Präparat – kostengünstig, direkt wirksam und die Grundlage jeder unterstützenden Fütterung bei Ekzemen.
Mittelklasse: Spezielle Ekzem- und Hautpräparate mit Omega-3, Zink, Vitamin E, Selen und probiotischen Begleitern für eine umfassende Unterstützung.
Profi- & Premiumlösungen: Hochwertige Kombipräparate mit abgestimmten Antioxidantien, Aminosäureprofilen und Darmgesundheitskomponenten für Pferde mit schwerem oder chronischem Ekzem.
Nach Marke
STRÖH bietet Ekzem- und Hautpflegeprodukte von bewährten Herstellern mit transparenter Deklaration und praxiserprobten Rezepturen.
Nach Kategorie
Bestseller: Bewährte Leinölprodukte und Zink-Biotin-Präparate für Ekzempferde
Neuheiten: Innovative Hautpräparate mit modernen Wirkstoffkombinationen
Empfehlungen unserer Experten: Konzepte für Sommerekzemer, Mauke-Pferde und Pferde mit chronisch-wiederkehrenden Hautstörungen
Häufige Fragen (FAQ) zu Hautstörungen & Ekzemen beim Pferd
Ist das Sommerekzem heilbar?
Das Sommerekzem (IBH) ist nicht heilbar – es handelt sich um eine genetisch veranlagte Überempfindlichkeit, die sich über die Jahre häufig verschlechtert. Mit konsequentem Management (Allergenreduktion, Ekzemdecke, unterstützende Fütterung) können Symptome aber deutlich reduziert und die Lebensqualität betroffener Pferde erheblich verbessert werden.
Kann eine Fütterungsumstellung das Ekzem meines Pferdes verbessern?
Ja – insbesondere eine Reduzierung von Eiweißüberschuss, unnötigen Zusatzstoffen und einem zu hohen Zuckeranteil kann bei vielen Ekzempferden eine Verbesserung bringen. Zusätzlich unterstützt die gezielte Supplementierung mit Omega-3, Zink und Biotin die Hautbarriere und die Immunregulation.
Hilft Leinöl beim Sommerekzem?
Leinöl wird bei Ekzempferden häufig eingesetzt. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren unterstützen eine ausgewogene Entzündungsreaktion der Haut. Viele Halter berichten von positiven Erfahrungen – Leinöl ist ein sinnvoller Bestandteil des Gesamtmanagements, wirkt aber am besten in Kombination mit Allergenreduktion.
Was ist der Unterschied zwischen Mauke und Sommerekzem?
Mauke ist ein Ekzem der Fesselbeuge, das primär durch Feuchtigkeit, Schmutz und mechanische Belastung ausgelöst wird und nicht saisonal ist. Das Sommerekzem ist eine allergische Überreaktion auf Insektenspeichel mit klarem saisonal-allergischem Muster und betrifft andere Körperstellen (Mähne, Schweif, Rücken).
Muss ich mit einem Ekzempferd zum Tierarzt?
Bei erstmaligem Auftreten, starkem Juckreiz, nässenden Wunden, Sekundärinfektionen oder ausbleibender Besserung auf Managementmaßnahmen: ja, unbedingt tierärztliche Abklärung.
Infothek & Ratgeber
- Sommerekzem beim Pferd: Ursachen, Management und Fütterungstipps
- Mauke beim Pferd: Feuchtes und trockenes Ekzem richtig behandeln
- Omega-3 und Entzündungsregulation: Was Leinöl bei Ekzemen leistet
- Darmgesundheit und Immunsystem: Warum die Darmflora für Ekzempferde so wichtig ist
- Fachartikel & Studien: Aktuelle Erkenntnisse zu IBH und Ekzemmanagement
Service & Beratung
Bei STRÖH begleiten wir Dich mit persönlicher Fachberatung für das Management Deines Ekzempferdes.
- Persönliche Fachberatung: Direkte Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Präparate
- Ergänzungsmittel & Ekzemprodukte: Alles rund um Hautstörungen, Ekzemmanagement und Hautgesundheit
- Versand & Lieferung: Schnelle, zuverlässige Lieferung – damit Dein Pferd auch in der Hochsaison lückenlos versorgt ist
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Viele Halter von Ekzempferden berichten, wie sich die Symptome ihrer Pferde durch eine konsequente Kombination aus Allergenreduktion, Ekzemdecke und gezielter Fütterungsergänzung (Leinöl, Zink, Biotin) spürbar verbessert haben – weniger Juckreiz, ruhigere Haut und kürzere Schübe. Erfahrungsberichte aus der Praxis und Kundenbewertungen findest Du direkt bei den jeweiligen Produkten im Shop.
Sicherheitshinweis: Starke Ekzemschübe, nässende Wunden und Sekundärinfektionen müssen tierärztlich behandelt werden. STRÖH-Produkte unterstützen das Ekzemmanagement gezielt – sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Fütterungsergänzungen sind kein Ersatz für konsequentes Allergenmanagement.




